Sprüche über die Liebe
Liebe als Streben nach dem Schönen
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... Liebe ist
die Sehnsucht nach der Ganzheit, und das Streben nach der
Ganzheit wird Liebe genannt. Die Liebe ist
die Wurzel und die Krönung aller Wirklichkeit, das ist
Dantes erstes und letztes Wort. Liebe ist das
allgemeine Band, das alle Wesen im Universum an- und
ineinander bindet und verwebt. Was ist denn
Liebe, sag? Die Liebe ist
ein inniges Ineinandersein; ich bin nicht von Dir
getrennt, wenn es wahr ist, daß ich liebe. Denn Liebe ist
Überfluß, Überströmen, Überfülle, die verklärend
von ihrem Reichtum abgibt, - seelisch ebenso wie leiblich
»abgibt« und »überströmt«. Liebe ist
Heilung und Wunde, Heimkehr und Abschiedsweh. Liebe
heißt, sich gegenseitig die letzte Einsamkeit abnehmen. Die Liebe ist
schließlich das Glück und der Trost unseres Lebens. Wer
nur sich selbst sucht, wird auch nur sich selbst finden,
und er wird vereinsamen. Die Seligkeit liegt in der
Liebe. Liebe ist der
Schleier zwischen Liebenden. Ein Mensch
spiegelt sich im andern: Liebe. Liebe ist darum
so schön, weil sie vor Selbstliebe schützt. Liebe - die
Metamorphose im Du. Die Liebe ist
eine Entsprechung der Seelen und hat ein anderes Ziel und
gehorcht anderen Gesetzen als die Ehe. Daher sollte man
die Geliebte nicht zur Frau nehmen. Liebe ist
wundervoller als Kunst. Die
Lieb ist Leben und Tod. Sind
nur der Treue Fesseln uns genommen, Und
die Liebe ist die Luft, die wir trinken. Die
Liebe ist die höchste Form der seelischen Lebendigkeit Die
Liebe ist unser eigentliches Lebenselement. Fehlt die
Liebe, so verkümmern und entarten die Menschen. Leben
sie von ihr, so gedeihen sie und bleiben jung. Liebe
ist gesteigertes Leben. Ohne Liebe bleiben wir an der
Oberfläche der Dinge. Die
Liebe ist ein generelles Prinzip des Lebens. Die
Liebe ist doch das Größte im Leben. Liebe
ist Leben. Liebe
ist Ursache, Hauptsache und Glückssache im Leben. Die
Liebe ist das Leben, das keines Gegensatzes bedarf, um
sich selbst auszuleben, »Strom lebendigen Wassers«. Liebe
- sagt man schön und richtig - Die
Liebe ist die schönste Blüte des Daseins Liebe
ist lebensnotwendig. Fehlende Liebe macht krank und
führt zum Tod. Lege
mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel auf
deinen Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod, und
Leidenschaft unwiderstehlich wie das Totenreich. Ihre
Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn, so daß auch
viele Wasser die Liebe nicht auslöschen und Ströme sie
nicht ertränken können. Fragt
jemand, was die Liebe ist, so ist sie nichts als ein
Wind, der in den Rosen rauscht und dann wieder
dahinstirbt. Oft aber ist sie auch wie ein
unzerbrechliches Siegel, das das ganze Leben lang dauert,
bis zum Tode. Die
Liebe, dachte ich, ist stärker als der Tod und die
Schrecken des Todes. Sie allein, allein die Liebe erhält
und bewegt unser Leben. Liebe
ist Andacht und Sehnsucht nach Unsterblichkeit. Wer am
Grabe eines geliebten Menschen gestanden, in dessen
Herzen erwacht der Glaube, der Traum, der Gedanke der
Unsterblichkeit. Liebe als Leidenschaft und Wahnsinn »Liebe,
was ist das?« Antwort: »Sie ist sehr ähnlich dem
Licht, einem Ding, das jeder kennt, und von dem doch
keiner sagen kann, was vom ihm zu halten ist. Liebe ist
nicht Geld, Vermögen, Vereinigung, Wahnsinn, stechen,
hängen, Romantik, zappeln, fluchen, toben, sehnen,
kämpfen, würfeln, obwohl früher wie heute noch all das
dafür gehalten und fälschlich so genannt wird ... Sie
ist äußerst ähnlich dem Seufzer, und fänden wir einen
Maler, der uns den malen kann, wäre das eine mit dem
andern leicht zu verwechseln.« Die
Liebe ist eine angeborne, aber verschieden ausgeteilte
Kraft und Blutwärme des Herzens Liebe
ist die Kraft des Herzens Der
Mensch, der liebt, ist am meisten er selbst, denn Liebe
ist die Gravitation der Seele. Die
Liebe ist Glut und Flut. Wir
können die Liebe weder nachahmen noch herauspressen. Sie
ist die Glut der Seele. Nur wenn die Seele lebt, wird man
unwillkürlich lieben. Und
so ist es gewiß, daß Liebe, welche Rosenlauben,
Myrtenwäldchen und Mondenschein erst beleben muß, auch
sogar Hobelspänen und Papierschnitzeln einen Anschein
belebter Natur geben kann. Sie ist eine so starke Würze,
daß selbst schale und ekle Brühen davon schmackhaft
werden. Die
Liebe ist wie die Hefe im Kuchenteig, die bewirkt, das
der Teig aufgeht und der Kuchen besser schmeckt. Sie
werden die wahre Glückseligkeit nur in der Liebe finden;
sie ist ein edles und von allem Menschlichen losgelöstes
Gefühl; sie allein ist imstande, Ihrer Seele einen
Aufschwung zu geben, sie die Herrlichkeit ihres Wesens
und seine Überlegenheit über alle anderen Wesen
empfinden zu lassen. Glücklich das Herz, das sie in
ihrer ganzen Reinheit fühlt. Die
Liebe ist der Zahnschmerz der Seele. Liebe
ist beinah absurd. Liebe!
Sie ist die höchste und siegreichste aller
Leidenschaften. Ihre weltbezwingende Stärke besteht aber
in ihrer schrankenlosen Großmut, in ihrer fast
übersinnlichen Uneigennützigkeit, in ihrer
aufopferungssüchtigen Lebensverachtung. Für sie gibt es
kein Gestern, und sie denkt an kein Morgen ... Sie
begehrt nur des heutigen Tages, aber diesen verlangt sie
ganz, unverkürzt, unverkümmert ... Sie will nichts
davon aufsparen für die Zukunft und verschmäht die
aufgewärmten Reste der Vergangenheit ... »Vor mir
Nacht, hinter mir Nacht« ... Sie ist eine wandelnde
Flamme zwischen zwei Finsternissen. Die
Liebe ist der Sommer im Herzen, aber die Welt ist
winterlich. Die
Liebe ist die mystische Leidenschaft. Die
Liebe ist eine köstliche Blume, aber man muß den Mut
haben, sie am Rande eines entsetzlichen Abgrunds zu
pflücken. Die
Liebe - ein Kunststück, ein akrobatischer Seiltanz ohne
Netz. Und viele liegen am Boden. Und viele brechen sich
das Kreuz.
Wie
ein Sumpf ist die Liebe. Ach,
die Liebe ist nicht da, um uns glücklich zu machen. Ich
glaube, sie ist da, um uns zu zeigen, wie stark wir im
Leiden und Tragen sein können. Liebe
ist Qual, Lieblosigkeit ist Tod. Denn
die Liebe, wenn das Leben uns quält, Die
Liebe ist die Feuerpflanze mit glühenden Wurzeln und
flammenden Blüten, sie gedeiht nur an und in der
Menschenbrust ... Die
Liebe ist eine unheilbare Krankheit. - Was
wäre das schönste Lebensalter ohne die Liebe? Eine
lange Krankheit: man würde überhaupt nicht existieren
oder nur vegetieren. Die Liebe ist für unser Herz, was
die Winde dem Meer sind: Freilich erregen sie oft
Unwetter, verursachen sogar oft Schiffbrüche. Doch auch
die Winde machen das Meer erst schiffbar; ihrem
beständigen Antriebe verdankt es seinen Bestand, und
wenn sie es bisweilen gefährlich machen, so ist es Sache
des Steuermannes, den richtigen Kurs zu halten. die
Lieb' ist bitter zwahr, viel bittrer ist das Scheiden. Eine
Seuche ist die Liebe, eine Seuche! Liebe
ist durchaus Krankheit. Die
Liebe ist immer eine Art Wahnsinn, mehr oder minder
schön. Die
Liebe ist kein leidender Zustand, kein schwächliches
Gefühl, sondern die Kraft der Kräfte, die einzig
schöpferische Kraft, von ihr durchtränkt, von ihr
trunken, vermögen die Propheten ihren heiligen Wahnsinn
zum Sinn aller zu machen. Die
Liebe ist wie das Fieber, sie entsteht und erlischt, ohne
das der Wille daran den geringsten Anteil hat. Zuerst
ist die Liebe eine Krankheit, dann eine Gesundheit. Wir
werden uns nicht schämen, im Namen der Liebe das
Äußerste erlitten zu haben, in der klaren Erkenntnis,
daß die Liebe die Medizin für die Krankheit der Welt
ist - ein Heilmittel, oft verordnet, aber zu selten
genommen. Liebe als Streben nach dem Schönen Nur
Liebe ist schön und herrlich. Die
Liebe ist ja nie verstimmt, sie ist wohlgestimmt. Im
Dasein der Liebe stimmt es. Oh,
diese Liebe ist wie eine Sommernacht mit Sternen am
Himmel und mit Duft auf der Erde. Die
Liebe ist ein Fest - es muß nicht nur vorbereitet,
sondern auch gefeiert werden. Die
Liebe ist selber schön, indem sie Schönheit entdeckt
und von Schönheit bewegt wird und Schönheit verschenkt.
...
die Liebe ist so schön; wir ruhen Brust an Brust und
denken der verflossenen Nacht. Du
fragst mich, Kind, was Liebe ist? Die
Liebe ist ein Feuer, lodernd mit den Flammen der Wonne
und genährt vom Brennholz zärtlicher Vertrautheit. Ihre
Jugend und ihren Reichtum legen die Männer als Opfer
hinein. Liebe
ist, wenn sie dir die Krümmel aus dem Bett macht. Die
Liebe ist eine Funktion mit drei Gliedern: der Mann, die
Frau und Gott. Ihre ganze Vollkommenheit und ihr ganzes
Gelingen sind an den harmonischen Ausgleich dieser drei
Elemente gebunden. Liebe
- das einzige Lebensgebiet, auf dem uns die Unfähigkeit
dritter Personen in keiner Weise stört. Die
Liebe ist verschieden; der eine liebt die Mutter, der
andere die Tochter und der dritte alle beide. Ach,
hängt das wirklich von uns ab? Liebe ist ein Zwang, und
dann sind wir verloren. Ich
sagte Dir schon, die Sehnsucht nach Liebe ist Liebe. Liebe
ist die Freude, ein liebenswertes und liebendes Wesen mit
allen Sinnen und in nächster Nähe zu sehen, zu
berühren und zu fühlen. Liebe
wurde als die Harmonie zweier Seelen und der Kontakt
zweier Epidermien definiert. Sie ist auch von unserer
Kindheit an der Ausgangspunkt menschlicher Beziehungen
und Bedürfnisse. Die
Liebe ist die mächtigste Triebkraft der
leidenschaftlichen Annäherung, selbst bei antipathischen
Charakteren. Es
gibt nur eine Kraft, die den Egoismus von innen her, an
seiner Wurzel treffen kann und ihn auch wirklich mit
seiner Wurzel ausreißt; das ist die Liebe, und vor allem
die geschlechtliche Liebe. Aber
die Liebe ist das einzige radikale Vitamin für Leib und
Seele. Die
Liebe ist die Vergeistigung der Sinne. Die
Liebe ist süss, bis ihr wachsen Händ' und Füss'. Liebe
ist die größte Weisheit, und die größte Weisheit
selbst im ernsten Sinn des Predigerbuches ist und bleibt
Liebe. Liebe ist unser Königreich aus dem Paradiese;
worüber wir mit Liebe herrschen, das ist gewiß unser. Die
Liebe ist die subtilste Macht der Welt. Liebe
ist eine Macht, die Liebe erzeugt. Liebe
ist die beständigste Macht der Welt. Die
Liebe ist die universellste, die ungeheuerlichste und die
geheimnisvollste der kosmischen Energien. Nach
jahrhundertelangem Tasten haben die sozialen
Einrichtungen sie äußerlich eingedeicht und
kanalisiert. Liebe
ist unkritisches Akzeptieren. Unbedingt. Liebe
ist die höchste Tapferkeit: sie ist zu jedem Opfer
bereit. Liebe
ist ein seltenes Kraut, das selbst den geschworenen Feind
zum Freund macht, und dieses Kraut erwächst aus der
Gewaltlosigkeit. Liebe
ist gütig, zart, tolerant: das Geschick der Völker
sollte in die Hand von Liebenden und Großherzigen gelegt
werden. Die
Liebe ist, wozu ich mich bekenne: Die
Liebe ist das einzige Gesetz, das das Weltall regiert.
Sie ist das Gesetz, das die Sonne und die Sterne bewegt,
Wie Dante sagt, weil sie das Gesetz der Kohäsion ist,
das alle Dinge zusammenfügt. Die Materie, aus der das
Universum gemacht ist, ist Liebe. Die
Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert
nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich
nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht
nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie
rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über
die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit;
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles,
sie duldet alles. Liebe
ist kein Unterrichtsfach, sie wird nirgendwo gelehrt. O,
was für ein wunderbares Ding ist die Liebe, die einen
Mann in so viel Tugend strahlen läßt und jeden, gleich
wer er ist, so viele guten Eigenschaften lehrt. L'amour
est l'enfant de la liberté heißt es in einem alten
französischen Lied. Die Liebe ist das Kind der Freiheit
und niemals das der Beherrschung. Liebe
ist ohne Bescheidenheit unmöglich. Ergreift sie Besitz,
fordert und zwingt sie, so muß sie vergehen. Die
Liebe, der Weg der Freiheit, ist eng und voller
Hindernisse. Die
Liebe ist eine Art Trunkenheit, die, wenn sie vollkommen
ist, (den Liebenden) am (Sehen und) Wahrnehmen der
Ganzheit des Geliebten hindert. (Denn die Liebe ist eine
Trunkenheit im Werkzeug, und das Wahrnehmen verhindert
vollkommenes Wahrnehmen). Die
Liebe ist blind, das ist die gemeine Rede (...), aber ist
sie nicht im Gegenteil allein sehend? Die
Lieb' ist blind und macht blind; Die
Liebe ist nicht blind, aber sie sieht nicht. Liebe
ist in erster Linie ein neues Sehen. Die
Liebe selbst ist Erkenntnis. Denn
die Liebe ist der Erkenntnis Ende; wo also die Erkenntnis
aufhört, nämlich bei jenem Wirklichen selbst, das durch
ein anderes erkannt wird, da kann die Liebe sogleich
beginnen. Schweig.
Die Liebe ist göttlich und hellseherisch; sie weiß
alles. Liebe
ist die Genialität des Herzens. Liebe
ist geoffenbartes Geheimnis. Das Geheimnis ist im Herzen
verborgen. Die
Liebe ist emotionaler Ausdruck der Mystik des Daseins,
das Mysterium der Genese der Dinge, Menschen, Gedanken. Und
mehr noch: Die Liebe wirkt magisch, ist selbst Magie, da
sie zugleich die Grundkraft des Alls ist. Eine
wirkliche und wahrhafte Zauberin ist die Liebe: sie
verwandelt Menschen, und sie erschafft Dinge, die es
zuvor nicht gab - und wiederum nicht mehr gibt, wenn sie
verschwunden ist. Liebe
ist die Praxis der Weisheit. Liebe
- ein Spiel. ...
die Liebe ist kein Kinderspiel, aber das schönste,
tiefste und liebste Spiel des Lebens selber. Liebe
ist ja selber der stärkste Zauber, jede andere
Verzauberung muß ihr weichen. Schlaf
ist die Liebe, Wachen Leben. Im Leben ist man des Tages,
im Lieben der Nacht. Liebe ist Schlaf im Wachen. Die
Liebe ist ein Traum Nun
aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber
die Liebe ist die größte unter ihnen. Liebe
ist ein Akt des Glaubens, und wer nur wenig Glauben hat,
der hat auch nur wenig Liebe. ...
Liebe ist ohne Berechnung und hat dennoch zugleich ihren
Lohn; sie kann ihren Lohn sogar nur dann empfangen, wenn
sie ohne Berechnung ist ... Liebe
ist immer etwas Besseres, als jeder der Liebenden für
sich oder beide miteinander sind; darum erscheinen sich
diese, solange sie sich lieben, in einem Heiligenscheine,
welcher aber wieder verschwindet, sowie die Liebe
erlischt.
Die
Liebe aber ist das Höchste. Liebe
ist Wohlgefallen am geliebten Gegenstand; ein Ding lieben
heißt, sich über seinen Besitz, seine Anmut und sein
Wohlergehen freuen und sich grämen über seinen Verfall
und seinen Verlust. Die
Liebe ist die einzige Leidenschaft, die mit einer Münze
bezahlt wird, die sie selbst prägt. Liebe
ist der Liebe Preis. Liebe
ist mehr als Geld. Die
Liebe ist von Gott; deshalb kann sie nicht in unsere
Rechnung eingehen. Wenn wir die Liebe verstehen wollen,
müssen wir aufhören zu rechnen und unser Gesicht Gott
zuwenden. Tatsache
ist, Liebe ist kostspielig. Sie verlangt dem Liebenden
viel ab, selbst wenn das Geben der Liebe eine reine
Freude ist. Wenn Sie die Dinge sich selbst überlassen,
werden Sie fast immer Fehler machen. Liebe ist eine
Kunst, die man lernen muß, und eine Disziplin, die es
aufrechtzuerhalten gilt. Jeder
weiß und erlebt es, wie leicht es ist, sich zu
verlieren, und wie schwer und schön es ist, wirklich zu
lieben. Liebe ist, wie alle wirklichen Werte, nicht
käuflich. Es gibt einen käuflichen Genuß, aber keine
käufliche Liebe. Liebe
ist Besitzen und Besessenwerden; es kann keiner ihre
Grundtendenz ändern, nur mildern. Sie kennt - und das
ist ihre Seligkeit wie ihre Hölle - nur eine Vokabel:
Mein, mein, mein! Die
Liebe ist stets schlicht und bescheiden. Sie scheint
nicht mehr, als sie ist, sondern sie ist mehr, als sie
scheint. Denn
die Liebe ist ein Chamäleon. Immer wieder zeigt sie eine
andere Farbe. Und manchmal sagt sie: Ich gehe!, aber sie
geht nicht. Es
fragt der Geliebte den Freund: »Was ist Liebe?« Der
antwortet: Die Gegenwart des Bildes und der Worte des
Geliebten im seufzenden Herzen des Liebenden und die
Sehnsucht in Lust und Tränen im Herzen des Freundes. Die
Lieb ists schnellste Ding, sie kann für sich allein Die
Lieb ist ewig. Darum
ist auch Liebe bis auf den heutigen Tag ein
unbegreifliches Wunder; darum ist Liebe der Anfang und
das Ende aller Dinge; darum ist Liebe der ewige Klang und
Mitlaut aller Gefühle und Geschichten, sobald der Mensch
sich in Liedern und Saitenspiel über das endliche Leben
hinausschwingt. Die
Liebe - darüber sind nun alle Gelehrten einig - ist eine
der couragiösesten Eigenschaften des menschlichen
Herzens, die Bastionen von Rang und Stand schmettert sie
mit einem Feuerblicke darnieder, die Welt ist ihr zu eng
und die Ewigkeit zu kurz. Ja, sie ist eigentlich ein
Poetenmantel, den jeder Phantast einmal in der kalten
Welt umnimmt, um nach Arkadien auszuwandern. Lieb'
ist nicht wenig, Lieb' ist nicht viel; Liebe
ist immerdar erstgeboren, sie ist ewig ein einziger
Moment, Zeit ist ihr nichts, sie ist nicht in der Zeit,
da sie ewig ist; sie ist kurz, die Liebe. Ewigkeit ist
eine himmlische Kürze. Denn
die Liebe ist die einzige Urgewalt, die hartnäckig sich
ewig erhält - weil sie die Welt trägt. Denn
die Liebe ist es, die den Weg vom Zeitlichen zum Ewigen
und vom Ewigen zum Zeitlichen zu weisen nicht aufhört
und nach keiner festen Gestalt dieses Ewigen fragt, an
keine sich bindet, weil diesen Weg, diese Verbindung zu
schaffen das Wesen der Liebe selbst ist. Die
Liebe ist so weit, so schöpferisch und so wunderbar, wir
werden nicht in Verlegenheit kommen, die Zeit
auszufüllen, die uns gegeben ist, damit wir einander
lieben lernen! Die
Liebe ist das Unwandelbare in der Gestalt des
Wandelbaren. Die
Liebe hält stand. Denn sie ist unerschöpflich,
widerstandsfähig gegen alle Anfechtungen, stetig und
unerschütterlich, voll Hingabe und unbedingter
Bereitschaft für den anderen. Die
Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Amen des
Universums. Liebe
ist das A und O, der Morgen- und der Abendstern. Die
Liebe ist es, welche die echte, die innere Kontinuität
schafft. Die Liebe ist es, die die Vergangenheit eines
Menschen, alles, was ihm geschehen ist, zu einer inneren
Einheit zusammenschließt. Liebe ist unsere Suche nach dem verlorenen Paradies. [Alexander Lowen] Liebe
fordert Unendlichkeit, Unzerstörbarkeit, ja sie ist
gleichsam ein Schrei nach Unendlichkeit. Die
Liebe ist ein Prozeß der Person-Werdung, und dies
genügt zum Nachweis, daß sie auf Unsterblichkeit zielt.
Die
Liebe ist ein Mittel der Erhebung aus dem Sinnlichen zum
Übersinnlichen, aus dem Sterblichen zum Unsterblichen;
dieses Mittel geht durch die ganze Weltbildung, belebt
sie, ist das lebendige Mittelglied zwischen dem Schöpfer
und dem Geschöpf. Gemeines soll in Edles, Sterbliches in
Unsterbliches verwandelt werden. Liebe
ist eine Sache der Zukunft, nicht der Vergangenheit. Mit
anderen Worten: Die Liebe ist in der Zukunft ansässig,
eine Art rückwärts strahlender Stern, dessen Licht uns
erreicht, noch ehe er zu existieren begonnen hat - und
nicht erst, wenn er längst erloschen ist. Liebe,
die ist doch an Zeit nicht gebunden. Die
Liebe ist nicht ein immer gleichbleibender Edelstein, sie
ist ein Fluß, der entweder zu einem Strom anschwillt
oder im Sumpf versickert. Liebe
ist nicht ein Ziel; sie ist nur ein Reisen. Die
Liebe ist ein Autobus, Die
Liebe ist der höchste Adel der Seele, sie ist auch der
unerschöpfliche Quellgrund ihrer Kraft. Alles Große hat
die Liebe, die Begeisterung geschaffen. Die Liebe weckt
die schlummernden Kräfte, sie beflügelt den Geist, sie
überwindet jede Schwere, sie läßt das größte Opfer
gering erscheinen. Sie
(die Liebe) ist selber der Vogel, und das Nest ist sie
selber. Das Wesen ist sie selber, und die Eigenschaften
sind sie selber. Das Gefieder ist sie selber, und die
Schwinge ist sie selber. Die Luft ist sie selber, und der
Flug ist sie selber. Der Jäger ist sie selber, und das
Jagdwild ist sie selber. Sie ist selber der
Orientierungspunkt der Gebetsrichtung, und der sich
danach Ausrichtende ist sie selber. Der Suchende ist sie
selber, und das Gesuchte ist sie selber. Das Erste ist
sie selber und das Letzte ist sie selber. Der Herrscher
ist sie selber, und die Untertanen ist sie selber. Das
Schwert ist sie selber, und die Scheide ist sie selber.
Sie ist sowohl Garten als auch Baum, sie ist sowohl Zweig
als auch Frucht, sie ist sowohl Nest als auch Vogel. Die
Liebe ist verborgen. Nie hat jemand sie von Angesicht
gesehen. Lieb
ist nicht auf ainem vessten grunt gepflanzet. Die
Liebe ist alles und wirkt alles, und von ihr kann man
alles sagen, und alles kann man ihr zuschreiben. Ja,
die Lieb ist'n eigen Ding. Die
Liebe ist das einzige in der Natur, wo auch die
Einbildungskraft selbst keinen Grund findet und keine
Grenze sieht. Was
ist Liebe? Liebe ist, wenn man - - Ach was! Liebe ist
Liebe! Liebe
ist um den Ausdruck nicht verlegen, sie hat tausend
Sprachen, Symbole, Offenbarungen. Die
Liebe hat tausend Gesichter und ist doch immer dasselbe;
sie ist zugleich vieldeutig und einfach, ist
labyrinthisch und schlicht. In ihrem Raume ist die
äußerste leidenschaftliche Benommenheit möglich, aber
auch das reinste Opfer. Sie reicht hinab in die Abgründe
der Seele, in die verhängten Zonen, auf denen uraltes
Tabu liegt und wo Schrecknisse lauern, und sie reicht
hinauf in den Gipfel der höchsten Geistigkeit. Von
nichts wird so viel geredet wie von Liebe, und nichts ist
so wenig bekannt und wird so wenig erfahren wie Liebe. »Liebe«,
das ist klar, ist ein Wort wie Quecksilber: Obwohl man es
genau vor sich sieht, braucht man nur seinen Finger
draufzulegen, und schon ist es nicht mehr dort, sondern
ganz woanders. Und
er sprach: Das größte Rätsel, [Zitate
entnommen aus: Was ist Liebe ..? 1001 Zitate geben 1001
Antworten. |