LIEBESLIED
Dein
voller Busen ist so weiß und hart
Wie Elfenbein. Die Weichheit deiner Wange
Ist wie
das süße Fleisch der Banyanfrucht,
Und auch so frisch und duftend ist dein Antlitz.
Die
schlanken Säulen deiner Beine zeigen
Das Ebenmaß der jugendlichen Palmen.
Auf
deinen Schultern ruht der Tau der Frühe,
In deinen Haaren schläft die Lust der Nacht.
Du
atmest wie der Frühling; Blumen blühen
In deiner kleinen Füße Spuren auf.
Das
Feuer jenes Sterns am Abendhimmel
Ist Dämmrung gegen deines Auges Schein!
UNBEKANNTER DICHTER
Nachdichtung: Hans Bethge
Mit freundlicher Genehmigung
des
YinYang Media
Verlages, Kelkheim
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