Die Wunder der Geliebten

Ich liebe dein entzückendes Gesicht,
Daneben sich der Mond verstecken muß
Wie eine Sklavin vor dem Glanz der Herrin.

Ich habe Sehnsucht deine feinen Lippen
Zu küssen, neben deren süßem Zauber
Die Süßigkeit des Zuckers bitter scheint.

Des Meeres Wogen sind nicht so gewölbt
Wie deine schwarzen Brauen, die gar herrlich
Gebogen üben deinen Augen stehn.

Und deinen roten Mund vergleiche ich
Mit einer kleinen, edeln Flasche, die
Gefüllt ist mit dem feinsten Rosenöl.

Nahabed Kutschak (gest. 1592)
Nachdichtung: Hans Bethge

Mit freundlicher Genehmigung
des
YinYang Media Verlages, Kelkheim

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