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Die Schönheit der Mädchen
Wohl gibt es Mädchen mit so schönem Haar,
Daß selbst der Glanz der Perlen, die sie in
Den Ohren tragen, matt dagegen scheint.
Aus ihren seidnen Roben steigt ein Duft,
Der selig macht, und wenn sie singend schreiten,
Klirrt Jadeschmuck um ihre Schönheit her.
Der holde Lenz ersteht auf ihren Spuren;
Wenn sie sich zwischen Blumenbeeten zeigen,
Verlieren alle Blüten ihren Glanz.
Wenn sie am Flusse wandeln, und sie kommen
Vorüber an den Weiden, so verschwindet
Der Weidenzweige Schlankheit in ein Nichts.
Der Wind, der ihnen sanft entgegenweht,
Rührt schmeichelnd an ihr Haar und ihre Wangen:
Auch er ist krank vor Liebe und verwirrt.
Unbekannter Dichter
Nachdichtung: Hans Bethge
Mit freundlicher Genehmigung
des
YinYang Media
Verlages, Kelkheim
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