Liebeshymne

Die Berge von Beschparma sind gewaltig,
Doch viel gewaltiger ist meine Liebe.

Die Gletscher an den Hängen schimmern weiß,
Viel weißer leuchten deine jungen Brüste.

Die Antilope weint hellrotes Blut
Aus schlimmer Wunde, die mein Pfeil ihr riß.

Gleich roten Blumen netzt das Blut die Fluren,
Darauf der Schnee wie Jasminblüten liegt.

Dein Arm ist weißer als der Schnee. Dein Kuß
Flammt röter als das Blut der Antilope.

Die Berge von Beschparma sind gewaltig, -
Doch viel gewaltiger ist meine Liebe!

*

Der Sturm aus Rußland, der die Wälder beugt,
Ist nicht so machtvoll wie mein Drang zu dir.

Dein Körper duftet holder als das Harz,
Das in der Sonne aus den Pinien quillt.

Süß ist der Duft, darin der Lenz sich naht,
Die Frische deiner Lippen duftet süßer.

Wenn du an meiner Seite bist, erfüllt
Mich Wärme, wie die Sonne sie nicht schenkt.

Bist du nicht da, so hüllt mich Traurigkeit,
Schwarz wie Gewitternacht, in ihr Gewand.

Der Sturm aus Rußland, der die Wälder beugt,
Ist nicht so machtvoll wie mein Drang zu dir!

aus DAGESTAN
Nachdichtung: Hans Bethge

Mit freundlicher Genehmigung
des
YinYang Media Verlages, Kelkheim

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