Sulima
Ich
glaubte durch die Spalte einer Türe
Zwei rote Rosenblüten zu erblicken,
Doch scheint es, daß mein Auge mich betrog:
Was ich
für zarte Rosenblüten hielt
An einem hochgewachsnen Stamm, es waren
Die wundervollen Wangen Sulimas.
Ich
glaubte durch die Spalte einer Türe
Zwei Blüten einer Lilie zu erblicken,
Doch scheint es, daß mein Auge mich betrog:
Was mir
als blendend weiße Lilienblüten
Zuerst erschien, es war der wundervolle,
Wie Blüten weiße Busen Sulimas.
Ich
glaubte durch die Spalte einer Türe
Zwei Blüten des Granatbaums zu erblicken,
Doch scheint es, daß mein Auge mich betrog:
Was
irrend ich für feuerrote Blüten
Eines Granatbaums hielt, es war das Glänzen
Der flammend roten Lippen Sulimas.
Sie ist
die Königin der Fraun, sie schreitet
Gleich der Gazelle, tut der Holden kund,
Daß meines Hauses Gärten groß und kühl
Und
voller Blumen sind in allen Farben
Und wie geschaffen für ein göttlich Wesen
Mit Fleisch wie Ambra und wie Elfenbein.
Und sagt
ihr, daß ich heißer nichts begehre
Als ihrer Wangen, ihrer roten Lippen
Und ihrer Schultern Blütenherrlichkeit.
aus BELUTSCHISTAN
Nachdichtung: Hans Bethge
Mit freundlicher Genehmigung
des
YinYang Media
Verlages, Kelkheim
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