Schön bist du, meine Freundin, du bist schön ...


 



Gefunden.

Ist es die Fremdheit Deines Wesens,
die Dich so wunderschön mir zeigt,
als seist Du lebend' Phantasie?
Bist Du die Kostbarkeit des Lebens,
die ich ersehn seit ew'ger Zeit,
stets fürchtend sie erscheine nie?

Ist es die Tönung Deiner Haut,
die solche Sehnsucht mir entfacht,
daß ich will näher Dich als nah?
Warum scheinst Du mir allvertraut,
so wir mit ungleich' Haut bedacht,
- bin ich in Laune, bin ich wahr?

Ist's Deines Lächelns strahlend Weiß,
das mich in sanfte Fesseln nimmt,
als sei ich Dir vergeben lang?
Du faszinierst mich mehr bereits,
als alle Frauen die ich kenn',
- ist dies gefügt von Anfang an?

Sind es die dunklen Augen Dein,
durch derer tiefen Blicke Zauber
ich erkenne meinen Weg?
Fürwahr, ein Augen-Blick allein
läßt mich nun wissen, was ich glaubte:
daß Du geleitest mich ins Glück!

Schon tief fühlt' ich in meiner Brust,
daß wir einander sind bestimmt,
denn weder Herz noch Seel' betrügen.
Und mir war immer auch bewußt,
daß jene Macht, die Dich mir bringt,
uns wird zu einer Einheit fügen,
die keinen Unterschied mehr kennt,
als den, von dem sich nährt die Liebe.

Oliver Schumann (Gäste-Seite)



 

Bild: El Greco (1541-1614)
Die Heilige Familie (Detail)

zurück