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Du edles Wesen, wie im
Spiegel findet
in deiner Schönheit lieb und unversehrt
man, was Natur und Himmel uns beschert,
da sie ein unvergleichlich Werk gegründet.
Du holdes
Wesen, glaubensvoll empfindet
man, daß zutiefst du, wie's dein Antlitz lehrt,
voll Lieb und Mitleid bist; solch seltner Wert
hat nie so treu mit Schönheit sich verbündet.
Die Liebe
greift und Schönheit bindet mich;
voll Huld und Mitleid, sanften Blickes scheinst
du mir mein Herz mit Hoffnung zu belohnen.
Welch ein
Gesetz der Welt empöret sich?
Welch eine Grausamkeit, jetzt oder einst,
verwehrt dem Tod, dies schöne Haupt zu schonen?
Michelangelo
(1475-1564)
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