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Ihr goldenes Haar wehte lose im Wind
und ringelte sich zierlich tausendfach;
über die Maßen brannte das Zauberlicht
der schönen Augen, die nun so glanzlos sind;
und Mitleid, schien mir, färbte ihr Gesicht,
ob's wirklich so war, weiß ich nicht. Was Wunder,
daß, wer schon die Glut im Herzen trug,
sogleich in Liebe ganz entflammte?
Ihr Schreiten glich dem keiner Sterblichen,
denn es war engelsgleich, und ihr Worte
klangen nicht so, wie Menschenworte klingen.
Eine Himmelserscheinung, eine leibhaftige Sonne
war, was ich sah, und ist sie's jetzt nicht mehr,
so heilt, weil schlaff der Bogen, doch die Wunde nicht.
Francesco
Petrarca (1304-1374)
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