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Filippino Lippi (1457-1504)
Porträt eines Jünglings
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Wenn das Leben mich freut
Wenn das Leben mich freut, dann gedenke ich dein,
wenn ich betrübt bin, dann stehst du mir vor Augen,
mein Herz, es verehrt dich als Gott, im Erinnern
an dich findet's Frieden sowohl als Verstimmung.
Wenn ich schlafe, im Traum ist mein Herz nicht zufrieden,
und wache ich, bedrückt mich dein Fernsein, es quält
und erquickt sich durch dich das Leben, mein Leben,
das hingeht wie Nebel im Winde. Ohne dich
hoff ich nicht auf geruhsamen Frieden und fürchte
noch weniger grausamen Krieg – ohne dich
mißfällt mir das Leben, mißfällt mir der Tod.
Mein Verlangen, nicht ängstlich, nicht kühn ohne dich,
weder stetig noch irrend … und schließlich bin ich
auf Erden verdorrtes Gewächs, ohne dich.
Maria Savorgnan (15. Jh.)
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