|

Antonello da Messina (1430-1479)
Porträt eines Mannes
|
Wer
kann der Himmel Seligsein ermessen,
Wer mißt der Liebe Wonnen, ohne gleichen?
Nur ein Erwählter aus des Himmels
Reichen,
Nur, wer geliebt, der Liebe Glück
besessen.
Nie werd'
ich deiner Augen Strahl vergessen,
Geliebter, nie von deiner Seite weichen;
Ich lausche dir, und sanfter fühl' ich
streichen
Die süße Luft im Schatten der Zypressen.
Dein Antlitz
schau' ich an und schau es wieder
Und muß verzückt vor Liebeslust vergehn;
Des Himmels Herrlichkeit steigt zu mir
nieder.
O bleibe,
bleib! Wie könnte das geschehn?
Verlaß mich nicht, nimm meiner Liebe wahr
Dich halt' ich jetzt, dich halt' ich
immerdar.
Gaspara Stampa (1523-1554)
|