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Antonio del Pollaiulo (1431/32-1498)
Porträt eines Mädchens
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Sonett 55
I begli occhi, ond' i' fui percosso in guisa
Er will im Lobe ihrer schönen Augen
nicht ermüden
Die schönen Augen, die mich solcherweise
verletzt, daß nur sie selbst mir Heilung bringen,
nicht Zauberkunst, nicht Kräuter, die beschwingen,
nicht Stein, erforscht auf der Entdecker-Reise;
sie hielten mich so fest in ihrem Gleise,
daß die Gefühle nur nach Einem ringen;
und wenn die Zunge überfließt im Singen,
ists kein Versehn, denn es geschieht zum Preise.
Dies sind die schönen Augen, die die Taten
des Abgotts mein allorts zum Siege führen,
jedoch zumeist an meiner linken Seite.
Dies sind die schönen Augen, wohlgeraten,
die sich mein Herz zum Wohnsitze erküren,
wovon ich reden will zu jeder Zeite.
Francesco Petrarca (1304-1374)
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