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Palma Vecchio (1480-1528)
Porträt einer jungen Frau
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Sonett 18
Vergognando talor ch' ancor si taccia
Er versuchte wiederholt, aber vergeblich,
die Schönheit seiner Angebeteten zu loben
Aus Scham darüber, daß ich oftmals schweige
und Euren Glast, o Weib! im Vers nicht preise,
greif ich zur Zeit zurück, als ich die Weise
an Euch erkannt, der ich allein mich neige.
Doch sie zu schildern, bin ich fast zu feige
und meinem Werkzeug bangt vor solcher Reise:
es stockt der Geist daher und wird zu Eise,
sich drüber unklar, wie er es bezeige.
Schon manchmal wollt ich redend mich aufrichten,
da blieb die Stimme halb im Busen drinnen:
entstieg denn je so hehrer Klang dem Buche?
Schon manchmal hob ich an im Reim zu dichten,
jedoch der Gänsekiel, die Hand, das Sinnen
ward schnell besiegt beim ersten Scheinversuche.
Francesco Petrarca (1304-1374)
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