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Antonio der Pollaiulo (1431/32-1498)
Porträt einer jungen Frau
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Sonett 124
Quel sempre acerbo et onorato giorno
Und abermals Lauras Tränen
Der Tag der Trauer, so voll herber Ehre,
war derart bilderfüllt vom schönsten Weibe,
daß ich nicht würdig bin, daß ich es schreibe,
bloß im Erinnern zu ihm wiederkehre.
Die Klage bitter-süß, der Gram, der hehre,
die ich vernahm im Nachgehn, ohne Bleibe,
sie gingen mir mit dem Verdacht zu Leibe,
daß nicht ein Mensch das Licht des Himmels mehre.
Das Haupt von Fein-Gold, warmem Schnee die Wangen,
die Wimpern Ebenholz, die Augen Sterne,
von denen ausgeht all das große Wähnen;
die Lippen perlen-rot, von denen gerne
die glühend-schönen Schmerzens-Laute hangen,
die Seufzer Flammen und Kristall die Tränen.
Francesco Petrarca (1304-1374)
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