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Jean Dutey (1897-1954)
Algerierin, entspannend
(Ausschnitt)
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Sie kam, vom Mantelsaum der Nacht umhüllt,
Zu mir als Traumbild, wie die Berg-Gazelle.
Von ihrem Mund die Feuchte trank ich bald
Und bald des süßen Weines gold'ne Welle,
Bald küßt' ich ihrer Wangen Abendroth,
Von ihren dunklen Haaren überschattet.
Am Stabe des Orion schlich die Nacht
Schon altergrauen Hauptes und ermattet;
Langwallenden Gewands, mit blonden Locken,
Kam dann der Tag und lächelte vor Wonne;
In seines Mundes Zähne, die Jasminen,
Verliebte nach dem Regen sich die Sonne,
In seinen Kleidern schwankten Duftgesträuche
Und löschten ihren Durst in kühlen Flüssen;
Wir aber brauchten Regen nicht, da Arm
In Arm wir lagen unter Thränengüssen.
Ibn Chafadsche
Nachdichtung: Adolf Friedrich von Schack
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