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Gott hat dem Selbst des Menschen
seine Freiheit gelassen.
In seinem physischen und geistigen Organismus,
wo der Mensch mit der Natur verbunden ist,
muss er die Herrschaft Gottes anerkennen,
aber in seinem Selbst steht es ihm frei, sie zu leugnen.
Dorthin kommt Gott als Gast, nicht als König,
und muss daher warten, bis er hineingebeten wird.
Gott hat seine Herrschaft über das Selbst
des Menschen aufgehoben,
denn dort wirbt er um unsere Liebe.
Er lässt seine bewaffneten Heerscharen –
die Gesetze der Natur – vor den Türen stehen,
und nur die Schönheit, die Botin seiner Liebe,
findet Einlass.
Rabindranath Tagore (1861-1941)
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