Süße Minne reine Minne
Mittelalterlicher Minnesang
 


Namenlos - 12. Jh.
Am Schlusse eines kunstvollen
lateinischen Liebesbriefes eines Mädchens (Nonne)
aus einer Tegernseer Briefsammlung



'Dû bist mîn, ich bin dîn:
des solt dû gewis sîn.
dû bist beslozzen
in mînem herzen:
verlorn ist daz slüzzelîn:
dû muost immer drinne sîn.'

 


'Du bist mein, ich bin dein:
dessen sollst du gewiß sein.
Du bist verschlossen
in meinem Herzen:
verloren ist das Schlüsselein:
du mußt für immer drinnen sein.'

 


 

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