Der Völker
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°i°e°b°e°s°g°a°r°t°e°n
(Ausgewählte Gedichte)
 









 





Laß nur die Welt dich tadeln,
ich liebe dennoch dich!
Erscheinen einst zwei Sonnen
am Himmel auf einmal,
Nur dann stirbt meine Liebe!
sink in die Erde Erde du,
Durch Feuer geh, ich folge,
wohin du immer gehst!
Ich liebe dich, du liebst mich,
doch trennt uns das Geschick.
Mög uns nur Gott vereinen,
sonst bringt mir Lieb Verderben.
Der Augenblick scheint sel'ger
wo ich dich, Liebste, treffe,
Als wenn ich die Gefilde
der Seligkeit beträte!
Sei zornig, stoß mich von dir,
nicht ändert sich mein Herz
Dein Bild nur sieht mein Auge
im Wachen wie im Schlaf.
Nur Träume, ja nur Träume
sind meiner Liebe günstig!
In Träumen steh ich vor dir
in Zwiegespräch mit dir!
Und daß es, wenn ich sterbe,
nur ja nicht heißt: ich sei
Gestorben wie ein andrer, nein,
nur aus Lieb zu dir!
Was wär wohl zu vergleichen
den süßen Trauergebilden,
Die meine Liebe malen
so frisch vor mein Gemüt?
Trenn' mich vom Vaterlande,
weit, weit entfernt von dir,
Mein Herz ist immer mit dir,
das trennt sich nie von dir.
Wie oft im Schlafe find' ich mich
wandern hin und her,
Dich such ich, dich,
und hoffe, ich finde endlich dich!


Liebeslied aus Celebes (Sundainseln)

 

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Literatur: Der Völker Liebesgarten Leipzig Verlag Julius Zeitler 1909
(Gesammelt und herausgegeben von Paul Seliger)
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