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Das Echo
An des Baches stillen Weiden,
Sang Tiren mit nassem Blick,
Klagte Phyllis seine Leiden,
Seiner Liebe trübe Freuden,
Aber Phyllis sang zurück:
"Schäfer, ich versteh' dich nicht,
Schäfer, ach, ich glaub' es nicht."
"Liebe", sang er, "nur die Liebe,
Keinen Lohn begehr' ich mehr;
Wenn mir auch dein Blick nicht bliebe -
Wenn dein Herz sich von dir triebe. -
Immer lieb' ich dich so sehr!
"Schäfer, ich versteh' dich nicht,
Schäfer, ach, ich glaub' es nicht."
"Ohne dich ist mir kein Leben,
Ohne dich das Leben Tod;
Und doch würd' ich hin es geben
Siebenmal dahin es geben,
Schäferin, auf dein Gebot -"
"Schäfer, ich versteh' dich nicht,
Schäfer, ach, ich glaub' es nicht."
"Seh' ich dich nicht, welche Leiden,
Seh' ich dich, wie neue Pein!
Immer such' ich deine Weiden,
Und doch such' ich sie zu meiden,
Kann nicht nah, nicht von dir sein."
"Schäfer, ich verstehe dich,
Schäfer, ach, ich liebe dich."
Spanisches Liebeslied
(Gaspar Gil Polo)
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