Wie kann ich mit Eifersucht umgehen?

Eifersucht – jeder kennt sie. Der eine mehr, der andere weniger. Sie ist ein nagendes und unangenehmes Gefühl, das wie ein Stein im Magen liegt, und einem langsam die Kehle zuschnürt. Sie ist die irrationale Angst, den Partner verlieren zu können, oder von ihm verletzt zu werden, und äußert sich unter anderem in übertriebener Kontrolle, unhaltbaren Vorwürfen oder Nachspionieren.

Eine kleine Prise Eifersucht hier und dort, hat sicher noch keiner Beziehung geschadet. Denn sie zeigt dem Partner, dass einem wirklich etwas an ihm liegt.

Spätestens aber, wenn Eifersucht dazu führt, dass man sich selbst, den Partner, und damit auch die ganze Beziehung emotional belastet, ist es an der Zeit, zu hinterfragen, warum genau man mit derartigen Gefühlen reagiert, und was man dagegen unternehmen könnte.

Wie entsteht Eifersucht?

Oftmals glaubt man, die Person, die man liebt, könne mit ihrem Verhalten Eifersucht auslösen. Aber das ist nicht ganz richtig. Man kann enttäuscht sein, ängstlich, wütend oder tieftraurig. Eifersucht wird jedoch nur von uns selbst ausgelöst. Ihre Basis ist unsere eigene Unsicherheit, und die ständige Frage nach unserem Wert. Erst dann, wenn wir uns mit anderen Personen vergleichen, und zu dem Schluss kommen, dass wir vielleicht nicht attraktiv, intelligent, interessant oder aufregend genug sind, schaffen wir den Nährboden für derartige Gefühle.

Sind wir nicht mehr in der Lage, darin zu vertrauen, dass wir unserem Partner genug sind, passiert es schnell, dass wir uns zu erniedrigenden Dingen hinreißen lassen, oder gar besitzergreifend werden, um den Verlust an Kontrolle ausgleichen zu können.

Was kann man gegen Eifersucht tun?

Eifersucht kann nicht auf Knopfdruck mit nur ein paar gut gemeinten Tipps ausgeschaltet werden. Um effektiv gegen sie angehen zu müssen, muss man verstehen und auch verinnerlichen, dass sie vielleicht menschlich und natürlich, niemals aber gerechtfertigt ist. Man muss lernen, sie von anderen und ähnlichen Gefühlen wie Trauer, Ekel, Enttäuschung, Angst oder auch Wut zu unterscheiden.

Im nächsten Schritt geht es dann darum, an sich selbst zu arbeiten. Denn ist man derzeit noch nicht in der Lage, seinen Wert anzunehmen und sich so zu akzeptieren, wie man ist, dann sollten zwingend Wege gesucht werden, das für die Zukunft zu ändern. Vielleicht ist es ja schon ausreichend, mehr mit seinen eigenen Freunden zu unternehmen, um sein Glück und seine Zufriedenheit nicht allein vom Partner abhängig zu machen. Vielleicht muss man sich auch neu erfinden – ein neues Hobby, ein neuer Beruf oder vielleicht ein neues Styling.
Wichtig ist nur, dass man nicht stehen bleibt, und selbst nach Möglichkeiten sucht, die Unzufriedenheit mit sich selbst und dem eigenen Leben zu ändern, anstatt sie auf den Partner abzuladen.

Unerlässlich ist auch, dass man das vorlebt, was man auch von seinem Freund oder seiner Freundin erwartet. Ist man selbst untreu, oder spielt zumindest immer wieder mit dem Gedanken, etwas zu tun, was dem Partner nicht gefallen könnte, dann wird man auch niemals in der Lage sein, seiner besseren Hälfte zu hundert Prozent zu vertrauen. Wollen wir, dass man ehrlich und aufrichtig zu uns ist, dann müssen wir es genauso sein. Wir können von anderen nichts verlangen, was wir selbst nicht bereit sind, zu geben.

Liebe ist bis zu einem gewissen Grad bedingungslos, und zeichnet sich darin aus, dass wir geben. Beginnen wir, zu verlangen, zu kontrollieren und darunter zu leiden, dann müssen wir uns mit uns selbst auseinandersetzen. Nur so sind wir in der Lage, eine Beziehung, an der wir sehr hängen, langfristig aufrecht zu erhalten.