Was ist eigentlich Liebe?

Liebe, Zuneigung, Geborgenheit und Zugehörigkeit gehören nach Meinung verschiedener Fachpersonen5 zu den wichtigsten Bedürfnissen des Menschen. Sobald die physiologischen Grundbedürfnisse (wie Nahrungsaufnahme, Wärme und Sicherheit) befriedigt sind, strebt der Mensch nach sozialer Verbundenheit und Wertschätzung durch Bezugspersonen und andere.

Lieben und geliebt werden sind zentrale Themen eines jeden Menschen – und dies seit seiner Geburt. Liebe kann als einer der wichtigsten Motoren des Lebens bezeichnet werden und ist am engsten mit dem Gefühl von Lebensglück verbunden. Während in der Kindheit die Liebe der Eltern und anderer naher Bezugspersonen im Vordergrund steht, übernimmt im Erwachsenenalter der Partner/die Partnerin diese Funktion.

Kennzeichnend für die Liebe sind gemäß der Theorie von Sternberg6 drei Aspekte:

(a) Leidenschaft
(b) Vertrautheit/Intimität und
(c) Engagement und Bindung

In seiner Dreieckstheorie der Liebe geht Sternberg davon aus, dass unterschiedliche Formen der Liebe durch diese drei Dimensionen gekennzeichnet werden können. So handelt es sich um eine leidenschaftliche Liebe, wenn physische Attraktivität, sexuelle Anziehung und Erregung und Begeisterung für den Partner/die Partnerin vorherrschen, während romantische Liebe durch eine stärkere Ausprägung der Intimität und Vertrautheit (d.h. emotionale Kommunikation und Selbstöffnung im Paar, Vertrauen und Zuverlässigkeit) gekennzeichnet ist. Die kameradschaftliche oder pragmatische Liebe wird vor allem durch Zuneigung, Fürsorge und Toleranz ausgezeichnet, während hier Vertrautheit und Sexualität (Leidenschaft) eine untergeordnete Rolle spielen.

Ganz allgemein kann man Liebe als einen Gefühlszustand definieren, der sich durch den Ausdruck von Zuneigung, Sorge für den anderen, Sehnsucht nach ihm/ihr, Vertrauen und Toleranz gegenüber dieser Person sowie Leidenschaft und sexuelle Anziehung charakterisiert.