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lydi

Anfänger

  • »lydi« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 21. Januar 2012, 19:10

wieso unglücklich in beziehung, wenn eigentlich alles stimmen sollte.... :s

hallo leute,
ich mache gerade eine nicht so schöne phase durch (die ich mir eigentlich selber eingebrockt habe) und denke über vieles nach.

was mich irgendwie beschäftigt ist, wieso werden manche menschen einfach nie in einer beziehung glücklich? wieso ist man ständig unzufrieden und sucht nach dem haar in der suppe? wieso ist man in einer beziehung in der alles perfekt ist, das herz aber irgendwie ganz leer und kalt?

woran liegt das? sind manche menschen wirklich unfähig zu lieben?
habt ihr ähnliche erfahrungen gemacht.... was sind eure ansichten?

ich würde mich über einige antworten sehr freuen!

Déesse

unregistriert

2

Samstag, 21. Januar 2012, 20:34

Hallo Lydi,

nette Idee, dieser Thread.

Meiner Meinung nach liegt es an einem ganz alleine, wie unglücklich oder glücklich man in einer Beziehung ist. Lassen wir mal Depression als Grund für Unglücklichsein außen vor, ok?

Ist man mit sich selbst nicht im Reinen und liebt man sich selbst nicht - wie soll man dann von jemand anderem geliebt werden? D.h. dass das oft dann der Grund ist, warum man sich auf so halbscheidige Dinge einlässt. Wenn wir nämlich, wie früher, viel mehr auf unser Bauchgefühl hören würden, dann hörten wir nämlich auch die Alarmglocken schrillen. Wenn du mal im Nachhinein deine ganzen Geschichtchen überdenkst, dann wirst du oft zu dem Ergebnis kommen, dass du eigentlich wusstest, dass das nichts Festes werden kann.
Zumindest war mir das oft klar, aber das waren dann auch mehr oder weniger so 3-4 wöchige Affären und that's it. Also unglücklich war ich in dem Sinn nicht. Doch ich hab mich danach dann trotzdem oft gefragt, warum ich mich eigentlich auf sowas eingelassen hab, denn mich hat es nicht weitergebracht und ja.
Gut, kann man unter postpubertäre Dummheiten oder so vielleicht auch abstempeln.
Doch wenn man weiß, wer man ist und was man will, dann sollte man auch zu dem stehen. Und man sollte offen und ehrlich ganz zu Beginn einer Beziehung für sich entscheiden: kann das so gut gehen oder nicht?
Will heißen: ich sagte - wenn es für mich den Anschein nach etwas Festerem hatte und da hab ich mich auch selten getäuscht - gleich am Anfang einer Beziehung, dass ich keine (leiblichen) Kinder will. Damit spielte ich meinem Gegenüber den Ball zu, ob er sich mit mir einlassen will oder nicht. Denn in dieser Beziehung gibt es nun mal keinen Kompromiss. Soll man etwa ein halbes Kind nur haben? Eben, funktioniert nicht.
Natürlich darf man sowas auch nicht ad absurdum führen, denn wenn man mit jedem Charakterzug so hart ins Gericht zieht, dann steht man wohl immer alleine da. Jeder von uns hat doch Macken und Charaktereigenschaften, die uns vielleicht gerade für andere interessant machen, bei anderen Dingen muss man sich wohl arrangieren. Da kann ich dir jetzt eigentlich auch nur ein kleines Beispiel geben, aber ich denke, das ist von Paar zu Paar verschieden. Wenn ich z.B. koche, dann bin ich organisiert, während der Reis kocht, schnibble ich Gemüse usw usw. Wenn mein Partner kocht, dann braucht der ne haaalbe Ewigkeit. Da verdrehe ich dann auch schon manchmal die Augen und frage mich, wie lang man denn für Spaghetti mit Garnelen brauchen kann. Großen Hunger darf ich da nicht haben. Aber ist halt so. Und irgendwie finde ich es dann schon wieder süß, wenn er quasi Nudel für Nudel aufm Teller dekoriert usw usw. Verstehst du, was ich meine? Das ist normal und gibt es in jeder Beziehung und man kann trotzdem wie yin und yang sein.

Aber wenn du in der Regel unglücklich bist, musst du erst einmal Innenschau betreiben, warum das denn so ist.

Was sind deine Bedürfnisse, was sind seine?

Und natürlich das A und O in einer Beziehung: Reden. Bedürfnisse, Wünsche äußern, denn mit Telekinese und Telepathie haut das bei den meisten von uns nicht so hin.

Ja, und dann ist jede Beziehung Arbeit, wie ein Pflänzchen, das man gießen muss. "Trotz" Liebe gibt es immer Höhen und Tiefen im Leben, du wirst nie den Mädchentraum einer "Barbie&Ken"-Beziehung finden, wo es nie Probleme gibt. Das ist nun mal das Leben. Doch das Schöne ist, dass man als Mensch, als Paar auch an sowas wachsen kann. Dass das die Liebe stärkt.

Wer immer nur vor Problemen wegläuft, wird mit niemandem glücklich werden.

d.

3

Mittwoch, 8. Februar 2012, 14:49

Grundsätzliche stimme ich diesem zu, aber was ist wenn man mit dem Partner redet und er die Bedürfnisse bzw. Wünsche usw. nicht ernst nimmt bzw. keinen Kompromiss eingehen will obwohl es kein Problem darstellt???

Wie soll man da reagieren bzw. wie tolerant???

Déesse

unregistriert

4

Mittwoch, 8. Februar 2012, 16:06

Grundsätzliche stimme ich diesem zu, aber was ist wenn man mit dem Partner redet und er die Bedürfnisse bzw. Wünsche usw. nicht ernst nimmt bzw. keinen Kompromiss eingehen will obwohl es kein Problem darstellt???

Wie soll man da reagieren bzw. wie tolerant???
Wenn in einer Beziehung auf gleicher Augenhöhe, in einer Beziehung, wo sich beide angeblich lieben, einer so querstellt, dann hat das nichts mit Liebe, sondern eher mit Machtspielchen und Egoismus zu tun.
Wer MICH nicht ernst nimmt - was will ich mit so jemandem in einer Beziehung?
M.M.n. bleibt da über kurz oder lang nur die Trennung...wie gesagt, ich hab so ein Spielchen fast 1.5 Jahre mitgemacht, gebettelt, gebeten, diskutiert...nichts. Also hab ich dann die Konsequenzen gezogen, so hart es war. Aber mit Liebe hat(te) das eben nichts zu tun. Liebe heißt aufeinander zugehen, ZUSAMMEN. Und nicht den anderen nicht ernst nehmen und sein eigenes Süppchen kochen.
MEINE Meinung.

lydi

Anfänger

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5

Mittwoch, 8. Februar 2012, 22:20

oh je, ich glaube wir alle mussten mal da durch. 1000 mal mit dem partner geredet,diskutiert und ihm erklärt wie wichtig uns manche sachen sind und er..... er hat es nicht für wichtig befunden oder verstanden manche sachen zu ändern und macht einfach weiter so. :S
dann muss man sich überlegen, ob man so leben kann und die sachen so hinnehmen (partner geht keine kompromisse ein), oder ob man auf die sachen nicht verzichten kann, weil sie einem so wichtig sind. im zweiten fall kommt es natürlich zur trennung.
jeder muss für sich selber entscheiden, was einem in einer beziehung wichtig ist und was nicht! :)
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