Spuren der Erinnerung
Spuren
Ein Fußabdruck im aufgeweichten Waldboden,
bald füllt er sich mit Wasser - der Abdruck.
Die Bäume werden sich auf ihr spiegeln, auf der Wasseroberfläche.
Verflüchtigung der Zeit. Endlos ohne Wiederkehr.
Der Wind bläst Sand über die Dünen und füllt die Löcher, die eben noch die Pfoten
eines Tieres hinterließen. Flüchtig.
Momentane Bilder berieseln mich. Der Wind treibt mir Melodien ins Ohr, zeigt mir den Weg, verwischt mit mir die Spuren die ich hinterlasse.
Träume, Spuren der Erinnerung einer verwaschenen Realität. Unterbewusste Wegweiser. Lassen Gedanken Spuren zurück? Geben sie Geleit für die nächste Generation? Folgen wir alle der Vergangenheit?
Ich höre eine Melodie, ich rieche den süßen Duft eines Parfüms, ich beobachte
eine Szene im Straßencafe, ich fühle den warmen Sommerwind wie er zärtlich
meine Haut berührt, ich schmecke das Aroma eines Lippenstifts.
All diese Wahrnehmungen sind Spuren, sind Erinnerungen an einer verflossenen
Liebe. Sie führen meine Gedanken an eine Person die ich über alles liebte. Spuren, Empfindungen der Seele.
Sie zeigen längst Vergangenes auf aber auch den Weg in die Zukunft. Der Weg ist gegangen. Zurück bleibt ein Dickicht an Mustern.
Einst sah ich an einem entfernten Urlaubsort ein Herz mit zwei Buchstaben in einen Kreidefelsen geritzt. Es war noch frisch. Auch die Liebe. Die scharfen Kanten warfen einen dunklen Schatten. Viele Jahre später kam ich an dem gleichen Ort, an die gleiche Stelle, zurück. Wind und Wetter hatten das Herz beinahe verschwinden lassen. Die Kanten waren rund. So rund dass sie kaum noch Schatten warfen. Die Buchstaben waren nicht mehr zu sehen. Die Liebe hat noch Bestand doch war sie anderen Menschen zuteil geworden. Kaum noch eine Spur am Kreidefelsen. Doch der Mensch der dieses Herz eingeritzt hatte, wird alles in Erinnerung behalten. Tief verwurzelt, bald verschwimmend aber immer tragend in seinen Gedanken. Das Herz am Kreidefelsen wird bald ganz verschwunden sein. Die Spuren, die Gedanken, die Liebe werden immer ein Platz finden in seinem Herzen.
Erinnerungen sind Spuren des Geistes, Emotionen werden frei gesetzt.
Sowie der Fußabdruck im aufgeweichten Waldboden sich mit Wasser füllt, so füllt sich eine schmerzhafte Erinnerung mit Tränen.
Ich beobachte den warmen Sommerregen, wie die Tropfen von einem See
verschluckt werden. Platschend fallen sie auf das Wasser, dringen durch die
Wasseroberfläche um Sekundenbruchteile später wieder in die Höhe geworfen zu
werden bis sich die Tropfen schließlich mit dem Wasser verbinden. Kleine, immer
größer werdende Wellen entstehen. Die Wolken hinterlassen Tropfen. Die Tropfen
geben dem Wasser Anstoß. Alles macht Sinn.
Ein warmer Hauch an einer kalten Fensterscheibe. Angewärmt haften die winzigen Kondenströpfchen an der kalten Scheibe bis auch sie spurlos verschwinden. Ich sehe wie das Herbstlaub von den Bäumen fällt. Ein Blatt wird besonders vom Wind empor gehoben. Minutenlang schwebt es über die Baumkronen bevor es sanft zu Boden getragen wird. Das Blatt wird vertrocknen, zerfallen, mit dem Boden eins werden und Nährstoffe für andere Pflanzen geben. Alles hinterlässt Spuren. Spuren die Sinn machen, Spuren die zu sehen sind, Spuren die Schmerzen verursachen.
Spuren - manchmal nur für Sekunden und doch für ein Leben lang.
Ein Fußabdruck im aufgeweichten Waldboden,
bald füllt er sich mit Wasser - der Abdruck.
Die Bäume werden sich auf ihr spiegeln, auf der Wasseroberfläche.
Verflüchtigung der Zeit. Endlos ohne Wiederkehr.
Der Wind bläst Sand über die Dünen und füllt die Löcher, die eben noch die Pfoten
eines Tieres hinterließen. Flüchtig.
Momentane Bilder berieseln mich. Der Wind treibt mir Melodien ins Ohr, zeigt mir den Weg, verwischt mit mir die Spuren die ich hinterlasse.
Träume, Spuren der Erinnerung einer verwaschenen Realität. Unterbewusste Wegweiser. Lassen Gedanken Spuren zurück? Geben sie Geleit für die nächste Generation? Folgen wir alle der Vergangenheit?
Ich höre eine Melodie, ich rieche den süßen Duft eines Parfüms, ich beobachte
eine Szene im Straßencafe, ich fühle den warmen Sommerwind wie er zärtlich
meine Haut berührt, ich schmecke das Aroma eines Lippenstifts.
All diese Wahrnehmungen sind Spuren, sind Erinnerungen an einer verflossenen
Liebe. Sie führen meine Gedanken an eine Person die ich über alles liebte. Spuren, Empfindungen der Seele.
Sie zeigen längst Vergangenes auf aber auch den Weg in die Zukunft. Der Weg ist gegangen. Zurück bleibt ein Dickicht an Mustern.
Einst sah ich an einem entfernten Urlaubsort ein Herz mit zwei Buchstaben in einen Kreidefelsen geritzt. Es war noch frisch. Auch die Liebe. Die scharfen Kanten warfen einen dunklen Schatten. Viele Jahre später kam ich an dem gleichen Ort, an die gleiche Stelle, zurück. Wind und Wetter hatten das Herz beinahe verschwinden lassen. Die Kanten waren rund. So rund dass sie kaum noch Schatten warfen. Die Buchstaben waren nicht mehr zu sehen. Die Liebe hat noch Bestand doch war sie anderen Menschen zuteil geworden. Kaum noch eine Spur am Kreidefelsen. Doch der Mensch der dieses Herz eingeritzt hatte, wird alles in Erinnerung behalten. Tief verwurzelt, bald verschwimmend aber immer tragend in seinen Gedanken. Das Herz am Kreidefelsen wird bald ganz verschwunden sein. Die Spuren, die Gedanken, die Liebe werden immer ein Platz finden in seinem Herzen.
Erinnerungen sind Spuren des Geistes, Emotionen werden frei gesetzt.
Sowie der Fußabdruck im aufgeweichten Waldboden sich mit Wasser füllt, so füllt sich eine schmerzhafte Erinnerung mit Tränen.
Ich beobachte den warmen Sommerregen, wie die Tropfen von einem See
verschluckt werden. Platschend fallen sie auf das Wasser, dringen durch die
Wasseroberfläche um Sekundenbruchteile später wieder in die Höhe geworfen zu
werden bis sich die Tropfen schließlich mit dem Wasser verbinden. Kleine, immer
größer werdende Wellen entstehen. Die Wolken hinterlassen Tropfen. Die Tropfen
geben dem Wasser Anstoß. Alles macht Sinn.
Ein warmer Hauch an einer kalten Fensterscheibe. Angewärmt haften die winzigen Kondenströpfchen an der kalten Scheibe bis auch sie spurlos verschwinden. Ich sehe wie das Herbstlaub von den Bäumen fällt. Ein Blatt wird besonders vom Wind empor gehoben. Minutenlang schwebt es über die Baumkronen bevor es sanft zu Boden getragen wird. Das Blatt wird vertrocknen, zerfallen, mit dem Boden eins werden und Nährstoffe für andere Pflanzen geben. Alles hinterlässt Spuren. Spuren die Sinn machen, Spuren die zu sehen sind, Spuren die Schmerzen verursachen.
Spuren - manchmal nur für Sekunden und doch für ein Leben lang.
Faber est suae quisque fortunae.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Reisender« (16. November 2011, 17:44) aus folgendem Grund: Mit Absätzen lesbar gemacht.
