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1

Samstag, 23. Juli 2011, 13:02

Schwierigkeiten in der Beziehung

Hallo!

Ich hoffe mir kann jemand bei einem Problem in meiner Beziehung helfen.
Folgende Situation:
Ich bin männlich und 28 Jahre alt und bin seit 4 Monaten mit meiner Freundin zusammen(sie ist ebenfalls 28). Anfangs war alles wunderbar. Wir haben
viel Gemeinsamkeiten entdeckt und uns wirklich gezeigt, wie sehr wir uns lieben. Doch seit ein paar Wochen läuft es nicht mehr so gut. Sie ist hinundwieder gereizt in meiner Gegenwart und es gab auch bereits Streit. Vorwiegend habe ich das Gefühl das unsere Kommunikation nicht mehr stimmt. Wir telefonieren täglich (wir wohnen auseinander) und dabei kommt es des Öfteren zu Verstimmungen. Sie entnimmt aus jeden Wort und Satz den ich spreche einen Vorwurf oder eine Kritik. Auch habe ich das Gefühl, dass sie nicht genug mehr um die Beziehung kümmert. Ich fühle mich oft vernachlässigt und ich habe kaum noch das Gefühl der Geborgenheit oder Sicherheit. Unsere Traditionen machen wir lange nicht mehr.

Sie kritisiert mich auch sehr oft. Vorwiegend das ich nicht so ein Pflichtbewusstsein hätte wie sie. Ich habe schon oft mit ihr über meine momentanen Gefühle gesprochen. Sie sah das zunächst ein, jedoch ist es meist einen Tag später wieder dasselbe. Ich gebe zu, dass ich sehr viel in die Beziehung investiert habe und ich vorwiegend der "Geber" bin.

Meine Frage: Was kann ich noch tun?

2

Samstag, 23. Juli 2011, 21:52

Hallo Perikles,

Du sagst von Dir selbst, Du bist der Geber in der Beziehung. Zumindest empfindest Du es so. Und alleine diese Empfindung zeigt schon eine Schieflage eurer Beziehung.
Durch dieses Gefühle des ständigen "Gebens" beginnst Du natürlich auch Forderungen an sie zu stellen. Und diese Forderungen empfindet sie nun wieder als Kritik.
Eine Spirale nach unten entsteht. Durchbrechen kannst Du diese Spirale nur, inden Du Dir zunächst einmal darüber bewusst wirst dass sie existiert. Und mit ihr darüber offen redest. Wenn sie Dir zuhört und diese Spirale auch beenden möchte habt ihr noch eine Chance.

3

Sonntag, 24. Juli 2011, 08:30

Hallo Porter,

danke zunächst für deine Antwort. Ja, es ist richtig, dass ich ihr mal gesagt habe, sie solle doch auch mal was tun. Wir haben auch schon drüber geredet, dass es nach meiner Ansicht gerade nicht sehr gut läuft. Vielleicht kam das alles als Vorwurf rüber, das kann sein. Wahrscheinlich ist auch, dass diese Gespräche darüber bei ihr nicht viel bringen, es vllt. auch noch schlimmer machen. Denn obwohl sie zunächst sagt, sie würde etwas dran ändern, ist dies meist am nächstes Tag wieder vergessen. Sicherlich, einen Menschen kann man nicht ändern. Das will ich auch nicht. Das ist wohl eher ihr Wunsch, bei mir was zu ändern. Das macht mich halt eher traurig. Darüber gab es die meisten Missstimmungen.

Bezüglich meiner Empfindung ich wäre der Geber: Nun ich empfinde das deshalb so, weil kein Tag verging, an dem ich nicht etwas für sie gemacht habe. Sei es Geschenke, Nettigkeiten, "ich liebe dich" hier und "ich liebe dich" da. Und ich kann mir schon vorstellen, dass dies mit der Zeit zu gewöhnlich wurde. Diese Dinge kommen von ihr nur noch selten. Daher glaube ich selber, dass ich etwas ZUVIEL getan habe und nicht das richtige Maß gefunden hab bisher. Ich denke gerade darüber nach, das alles von mir aus zu reduzieren. Mich etwas abzukapseln. Weiss nur nicht ob das so richtig ist.

Engelchen;-)

unregistriert

4

Sonntag, 24. Juli 2011, 12:04

Hallo Perikles,

Du sagst Du fühlst Dich vernachlässigt. Das ist Dein Empfinden. Meinst Du das ist tatsächlich gerechtfertigt, oder kann es evtl. sein, dass Du mit der Entfernung nicht klar kommst und es eben deshalb nie richtig genug ist?

Was dem einen an Zuneigung reicht, da geht es bei einem anderen Menschen gerade erst mal los. Vielleicht fängst Du erstmal bei Dir an und machst Dir mal so Deine Gedanken, ob Du das alles richtig einschätzt, Deine Person betreffend.

Ansonsten langfristig gesehen gibt es kein zuviel oder zu wenig, sondern meiner Meinung nach nur den falschen Partner. Wenn es passt, dann ergänzt man sich automatisch. Jede Beziehung braucht aber meiner Meinung nach auch die Chance, sich aufeinander einzustellen und aneinander zu wachsen.

Vlt. schaltest Du mal paar Gänge zurück, lehnst Dich mal etwas zurück und gibst dem Mädel mal die Möglichkeit Dich mal wieder richtig zu vermissen. Es ist auch schwierig darüber zu sprechen, was man für den anderen doch tut usw. Alles was du tust und aus deinem Herzen kommt, sollte ohne Erwartung einer Gegenleistung sein und wenn sie die richtige ist, dann wird sie Dir das immer wieder in irgendeiner Form zurückgeben.

Wenn nicht, dann ist sie vlt. nicht die richtige.
Aber auch das wirst Du herausfinden.
Ich bin mir sicher, dass eine Partnerschaft immer nur funktionieren kann, wenn sich Geben und Nehmen (und damit meine ich Gefühlsdinge und materielle Sachen) die Waage hält. Sonst entsteht ein Ungleichgewicht. Es kann nicht immer nur einer zum Essen einladen und der gleiche "Ich liebe Dich" sagen. Irgendwie hebt sich das in einer guten Partnerschaft alles gegenseitig auf.

Obwohl, naja der Mann kann schon mal paar Schuhe schenken... gell... ;) :pfeifen:

Also, versuch mal etwas lockerer zu bleiben, hinterfrage dich auch mal und mach Dir noch einen schönen Sonntag.
Und nicht alles zerreden. Das nimmt auf Dauer jeder Beziehung den romantischen Flair.

lg

5

Sonntag, 24. Juli 2011, 12:14

Hallo Engelchen,

ja, ich denke du hast vollkommen Recht! Ich schalte auch ein paar Gänge zurück und denke über mich nach. Klar die Entfernung ist nicht immer einfach. Vorallem für spontane Dinge. Das Reden hats wirklich nicht gebracht und ich denke auch da muss ich mich mehr zurückhalten. Ich wünschte ich könnte auch für die letzten Wochen den RESET-Knopf drücken und einige dinge korrigieren. Nun ja, aber Geschehen ist geschehen. Danke erstmal für all eure Antworten. Wünsche auch einen schönen Sonntag. LG

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