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Mittwoch, 29. Dezember 2010, 08:48

Krise... Keine gemeinsamen Interessen, Ansichten, Hobbys

Hi, ich heiße Alex, und bin seit nem knappen Jahr mit meiner Freundin zusammen. Wir hatten uns über ein Singleportal kennengelernt. Es hatte super gefunkt, die Chemie passt. Bereits nach kurzer Zeit sind wir zusammengezogen, und konnten schon einige Probleme überwinden was uns zusammengeschweißt hat.
Allerdings macht es sich mittlerweilen arg bemerkbar das wir unterschiedliche interessen und Hobbys haben, auch unsere individuellen Einstellungen zu Freundschaft / Familie sorgen immer wieder für Diskussionen.

Für meinen Teil war ich sehr lange Single, es schleifen sich da natürlich gewisse Muster ein, ich gehe gern aus (nicht unbedingt Disco, bin eher für Billard-, Dart-, Kino- oder Bowling-abende), Treffe gern Freunde (auch mal daheim, zu nem Spieleabend), habe aber auch nix dagegen, mal ein Wochenende auf der Couch zu verbringen. Als Hobby kann ich mir a bissel Sport an die Brust heften, aber nix hochleistungsmäßiges... eher damit mal was anderes als das Sitzfleisch beansprucht wird, Videospiele und Bücher gehör(t)en auch zu meinem Freizeitvertreib. Letztes Jahr machte ich einen Surfkurs... einfach des ausprobierens wegen, Bergwanderung mit Schneeschuhen zu ner Hütte in den Alpen, ne Fahrt mit nem Kumpel nach Zürich, eine Woche Urlaub mit Freunden in Schweden.Und dieses Jahr seitdem ich sie kenne:
(nicht lang suchen, das ist schon alles)

Ihre Hobbys hingegen... nunja, da haben wir schon das Problem: sie interessiert sich für nichts. Sie hat keinerlei Probleme damit, monatelang das Wochenende auf der Coch zu verbingen. Freundschaften pflegt sie kaum, man trifft sich alle paar Monate mal... oder schreibt sich paar SMS. Sie lässt sich lieber passiv vom Fernseher bedüdeln als selbst irgendwas zu unternehmen. Für Spieleabende hält sie sich für zu alt (Anfang 30!), Abends mal ausgehen scheitert meistens an Lust ihrerseits oder an unserem verhätscheltem WauWau, der keine 3 std. allein sein kann ohne das Haus zusammenzubellen. Sport interessiert sie so gut wie gar nicht... hätte gern mit ihr Inlineskaten angefangen, da sie meinte, das würde sie mal wieder machen.... sind den ganzen Sommer nicht dazu gekommen. Im Winter jetzt wollten wir Schlittschuhlaufen, das wäre auch etwas, für das sie ein bisschen interesse zeigte, wir beide haben uns Schlittschuhe gekauft, und die stehen noch immer in Originalverpackung rum.
Ab und an spielt sie mal ein altes Computerspiel, dass sie von der Playstation noch kennt, Singleplayer versteht sich, aber da möcht sie auch nix neues ausprobieren.

Ich wohne ca 100km von meinem ursprünglichen freundschaftlichen umfeld sowie familie, und ab und an möchte ich halt doch was mit Freunden unternehmen und nehme die Strecke gern auf mich... zu meiner Arbeitsstelle sinds auch 60 km, da kümmert mich das kaum. Sie hat die gleiche Arbeitsstrecke möchte dann aber eben nicht mehr fahren, verständlich... unverständlich ist dann aber, dass man stellenweise 2mal in die nächstgrößere Stadt fährt, die 45km entfernt ist.

Ich kenne mittlerweilen ihre ganzen Freunde, und von meinen Freunden kennt sie gerade mal einen.
Ich kenne ihre Familie, sie gerade mal meine Eltern und meine Brüder... weils sich nicht hat vermeiden lassen.

Ich hab ein gutes Verhältnis zu meiner ganzen Familie, Ihre Familie besteht mittlerweilen nur noch aus dem Vater im Pflegeheim, sowie ihren beiden Drillingsschwestern. Leibliche Mutter ist verstorben als sie 12 war, der Rest der Familie ist verstritten.
Ich hatte mich lang verbogen, meine Zeit vollständig Ihr gewidmet. Hobbys, Freundschaften und Familie vernachlässigt. Den Satz "Mensch, von dir hört und sieht man auch nix mehr" kommt mittlerweilen von jedem bekannten Gesicht. Kommt vielleicht daher, dass ich mich, wenn überhaupt, nur noch zu Geburtstagen habe blicken lassen.

Mir wirft sie vor, ich gehe nicht genügend auf sie ein, bin immer noch "zu sehr Single", aber das gleiche denke ich von Ihr auch, oblgleich sie vorher schon ein bewegtes Liebesleben hatte... vielleicht sind es ihre Enttäuschungen aus der Vergangenheit, dass sie sich an dem passiven Lebensstil festhält. Sie will nicht hören, dass ihr familiäres Verhältnis, ihre Ansicht bzw Handhabung von Freundschaften absolut außer der Norm ist, und sie sich damit selbst keinen Gefallen tut sich daheim zu verkriechen. Sie meint es lohne sich eh nicht, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten weil man eh nur immer wieder enttäuscht wird... Und das vertritt sie mit Ihrem Dickkopf der keine Veränderung in ihrem Leben zulässt.
Oder bin ich wirklich mit Ihr als meiner ersten langfristigen Beziehung zu lange Single gewesen?
Ich frag sie jedes mal, wenn ich zu Freunden oder Familie fahre ob Sie mit will... jedes mal ohne Erfolg.

Gestern hatten wir ne Aussprache, dass ich finde dass in unserer Beziehung einfach zu wenig passiert, das wir einfach zu wenig GEMEINSAM unternehmen... Das endete dann mit Ihrer Frage "Worauf haste denn Lust?".
Ich will nicht, dass sie sich jetzt ein paar Wochen verbiegt, bis sich wieder der Status Quo einstellt, und das wird passieren, da bin ich mir ziemlich sicher. Oder sie verbiegt sich länger und dann haben wir in nem halben Jahr wieder die gleiche Diskussion.
Ich habe sie schon vorher oft schon danach gefragt, ob wir uns nicht ne gemeinsame Beschäftigung suchen wollen, ich wäre für alles offen, aber sie sagt selbst dass sie nichts interessiert und keine Lust hat.

Wir lieben uns, aber in letzter Zeit häufen sich Spannungen und Diskussionen die unsere Beziehung nicht einfacher machen. Und ich frage mich, wie lange das noch gutgeht.
Liegt es an mir, dass ich einfach zu aktiv bin, an ein paar Sachen festhalte, die ich nicht loszulassen wage? Oder liegt es an Ihrem mangelndem Interesse für... ALLES, an dem sie auch nicht loslassen will. Kann man da überhaupt noch was retten?

Dobby

Fortgeschrittener

Beiträge: 428

Wohnort: Salzburg

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Mittwoch, 29. Dezember 2010, 11:37

Hallo Alex,



hmm, ich kann dir nur von mir sagen, dass meine Ex und ich auch keine gemeinsamen Interessen hatten und auch unter anderem ein Grund war dass sie sich getrennt hat von mir! Ich bin auch eher der Sportler und sie die gemütliche, ich habe das nie so als Gegensatz gesehen weil es halt im Unterschied zu dir doch das eine oder andere gab was wir dann miteinander gemacht haben und unternommen haben. Aber wennst gar nichts miteinander teilen kannst dann wirst dich einmal fragen warum überhaupt einen Partner?



LG.Dobby
Wenn etwas aus deinem Leben verschwindet, ist das ein Zeichen dafür dass etwas besseres nachkommt

3

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 12:38

Sie hatte schon einige längerfristige Beziehungen (bis 4 Jahre...), ich weiß nicht wie es da gelaufen ist... man kennt ja nur eine Seite der Geschichte. Ich befürchte aber auch, dass sie in Ihrer absolut passiven Lebensweise schwierigkeiten haben einen Partner zu finden der sowas bis zum Lebensende mitmacht, sollte es wirklich so schlimm kommen dass es in einer Trennung endet. Sie befürchtet im Gegenzug auch, dass ich mit meiner mangelnden Beziehungserfahrung und schüchternheit nochmal eine Frau finde...
Sie ist echt ein lieber Mensch und ich hänge sehr an ihr. Ich akzeptiere auch, das jeder einfach mal etwas Freiraum braucht und nicht pausenlos mit dem Partner zusammen etwas unternimmt.
Ich möchte aber auch für Sie nicht, dass sie in ein paar Jahrzehnten zurückblickt und sie erkennt, dass sie in ihrem Leben neben arbeiten/schlafen/essen ausschließlich dämliche Soaps und Pseudo-Reality-Reports alá "Familien im Brennpunkt" reingezogen, und damit schlicht und ergreifend ihr Leben verschwendet hat. Dass man zwar zusammen war... aber eben nur wortlos auf dem Sofa hockte und in den Flimmerkasten glotzte, und im Endeffekt kaum etwas über die Facetten der Persönlichkeit des Partners weiß. Manchmal frag ich mich ob die Facetten nicht schon durchs TV weggelutscht wurden.
Wenn wir manchmal so reden über das Thema Freizeitgestaltung kommts mir manchmal so vor, ich hätte mir keine 32jährige sondern ne mitt-50erin geangelt.

Ein weiterer Punkt, warum sie so wenig unternimmt ist, sagt sie: "Was ist wenn mal Kinder da sind, dann haben wir eh keine Zeit mehr dafür"
Ansichtssache... man kann natürlich nicht mehr alles machen, aber meines Erachtens muss man sich deswegen auch nicht selbst ins Wohnzimmer sperren... für persönliche Interessen bleibt immer noch etwas Platz, wenn man ihn schafft, auch ohne dass das Familienleben darunter leidet.
Zumal eben noch keine Kinder da sind, und man gerade jetzt noch richtig auf die Kacke hauen könnte.
Das sind alles so sachen... da macht sie sich überhaupt keinen Kopf drum, zumindest hat es den Anschein. Sie hakt solche Themen lieber gleich lapidar ab... oder schiebt es auf.


Sie möchte am liebsten sofort ein Kind... ich selbst will auch eins wenn nicht sogar eher zwei, aber eben nur, wenns mit der Frau passt, und man nicht gerade eine bevorstehende tiefe Krise zu bewältigen hat, die das Potential zur Trennung hat.
Wenn Sie umdenken würde, von passiv auf aktiv schalten... dann hätte unsere Beziehung ne andere Qualität, allerdings muss das von Ihr kommen, ich hab keinen Bock ihr pausenlos in den Hintern treten zu müssen.

Teufelchen

unregistriert

4

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 12:53

Hallo Alex,

das das für dich eine Starke belastung darstellt glaube ich gut und gerne.Weisst Du so ne Phase wo man auf nichts Bock hat, hatte ich auch mal.Da war ich 27.Konnte mich zu nichts aufraffen.

Sicher ist es nicht Sinn und Zweck der sache, dass Du sie am laufendem Band im Hintern trittst aber alleine glaube ich schafft die das nicht.Du sagtest zwar, dass sie keinerlei interessen hat, aber dennoch gibt es bestimmt was, wofür sie sich interessiert.Und auf diesem wege könntest Du es schaffen sie hinaus zu beförden!!!!Einfach ihre Interessen bestärken.Als Beispiel :

Wenn sie gern shoppen geht sagen " Los komm wir schauen mal ob wir was schönes für Dich finden.Ich Zahle!!! :D oder sie schaut doch gerne Fern......lad sie ins Kino ein. schau was sie mag und dementsprechend handel.Das klingt zwar so, als müsse man sie wie ein kleines Kind an die Hand nehmen aber anders wird sie wohl nicht hoch kommen.

Tja und Thema Kinder......Ihre Einstellung ist Putzig.Daran merkt man, dass sie keine hat.Nein will mich jetzt nicht lustig machen.....nicht falsch auffassen, aber die Aussage sobald Kinder da sind ist vorbei mit Unternehmungen kann ich nur schmunzeln.Denn ich habe Kinder und bin mit denen ständig unterwegs.Und das hört auch nicht auf 8) Und mit Kindern kann man sehr viel unternehmen.Man kennt jeden Spielplatz im Umkreis von 30 Km in und Auswendig.Spielt ständig Taxi weil sie von a nach b Kutschiert werden möchten.Jetzt im winter Schlitten fahren und im Sommer verbringt man Stunden im freibad.Langeweile?!Was ist das ?Kann man das essen?! :P

Mach Deiner Freundin klar, dass Du so wie es momentan läuft mit ihr keine gemeinsame Zukunft vorstellen kannst.Dann wird sie bestimmt drüber nachdenken.

Wünsche Dir viel Glück

5

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 13:15

Wenn sie gern shoppen geht sagen " Los komm wir schauen mal ob wir was schönes für Dich finden.Ich Zahle!!! :D





Die Betonung liegt dabei auf:"ICH ZAHLE" :roflmao:

Teufelchen

unregistriert

6

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 19:55

Rainer ........Du................. :cursing:

7

Mittwoch, 29. Dezember 2010, 19:58

Ja ich weiß....ich wieder.Ich konnte es mir leider nicht verkneifen...*lach*

8

Donnerstag, 30. Dezember 2010, 09:31

Tja, wenn das so einfach wäre...
Ihre beiden Schwestern haben eben schon Kinder, und da wir auf dem Land wohnen, und eine ihrer Schwestern hartz IV bezieht, sind deren mögichkeiten was zu unternehmen recht beschränkt. Sie kommt da immer mit den Argumenten:

"Bei meiner Schwester ists doch genauso, wir sind halt eben Couchpotatoes"
"(dies und jenes) unternehmen? und was machen wir mit dem hund? den kann ich doch keine 3 std. daheim/im Auto lassen" (einerseits versteh ich das Problem, andererseits versteh ich nicht, warum man dem Hund das nicht beibringt... und ein "Hundesitter" ist halt nicht immer verfügbar)
Und eigentlich DER diskussionskiller: "Man muss mich eben nehmen wie ich bin"

Man sagt immer: Beziehung heißt, Kompromisse einzugehen... bisher hat sie Beziehung und ich Kompromisse... seh ich das zu eng? sollte mir sowas nur ein bisschen mehr am allerwertesten vorbeigehen? Bin 30 und hatte vorher noch nie eine langfristige Beziehung, keine Ahnung was normal ist, wie weit ich gehen kann... bin daher vermutlich auch etwas zu vorsichtig meine Bedürfnisse durchzusetzen.

Das ist echt schwierig an sie ranzukommen, wir gehen heute mal ins Kino, am Wochenende mal Schlittschuhlaufen.
Ich wollte Silvester eigentlich mit Freunden feiern, hatte aber noch nix ausgemacht. Wäre dann auch wieder mal allein gefahren... warum? weil sie keine Lust auf Feiern hat (hab ihr aber schon erklärt, dass silvester in meinem Freundeskreis nicht 'Wilde Party' bedeutet, sondern gemütlich essen, brettspiele, Wii etc.), aber sie hätte einen Abend wie jeden anderen auch vorgezogen... Glotze an, und wenn man bis 23:00 wach ist, ists schon ein Rekord. Sie meinte, für sie wärs ok wenn ich allein wegfahre.

Jetzt hat uns aber Ihre Schwester eingeladen, so verbringen wir unser erstes Silvester dann doch zusammen. Und schaffens vielleicht sogar bis nach Mitternacht wach zu bleiben :)

Kampflos geb ich sicher nicht auf, ich hoffe echt das ich etwas leben in diese frau bekomme (keine Schwangerschaftskommentare jetzt, ja draco? *g*), und das dies nicht ein Strohfeuer ihrerseits ist, und sie jetzt ein paar mal was macht, und dann wars das wieder.
Wenns alles nix hilft hoffe ich wenigstens das zu erkennen... nicht dass es in einer Ehe endet, die ohne Feuer einfach so vor sich hin plätschert und man nur aus Gewohnheit oder der Kinder wegen zusammen ist.

Ich hab selber auch schon so durchhänger gehabt, aber bei mir ging das nciht über Jahre hinweg, wie es bei ihr anscheinend der Fall ist.

Teufelchen

unregistriert

9

Sonntag, 2. Januar 2011, 10:55

Hast Du schonmal richtig Klartext mit ihr gesprochen?Sprich das Du so keine gemeinsame Zukunft siehst und das wenn sich nichts ändert eure Wege sich trennen werden?Sicher harte Worte aber das könnte ihr die Augen öffnen....Könnte muß aber nicht.Denn eine Garantie oder ein Rezept wie es richtig geht findest Du niergends

10

Montag, 10. Januar 2011, 08:41

So krass ausformuliert hab ichs noch nicht, aber angedeutet. Im Moment läufts erst mal... Das blöde ist, im Moment tu ich mir echt schwer, in eine gemeinsame Zukunft zu blicken. Zusammen irgendwie das Leben planen kann man mit ihr nicht, da sie eine Person ist, die alles auf sich zukommen lässt und keine Notwendigkeit für Planungen sieht.
Am Anfang wars unser gemeinsamer Traum, irgendwo ein Häuschen im Grünen zu haben, mit Garten, in dem unser gemeinsames Kind spielen kann. Wir hatten im letzten Jahr noch eine Krise zu überwinden, eher psychischer Natur, und dieses Problem lag bei mir. Nachdem ich nicht wusste, ob ich dieses Problem schaffe (sie hat mich da ziemlich hängen lassen, meinte, sie könne da eh nicht helfen (aber probiert hat sie's auch nicht, sie hats nicht mal versucht zu verstehen)), war für mich das Thema Kinder auch erst mal beiseite gestellt. Wozu Kinder in die Welt setzen wenn man nicht weiß, ob die Beziehung nicht irgendwann bricht. Letztendes war die einzige Unterstützung, die ich dabei hatte, dass sie es solange einfach hingenommen hat. Aber eigentlich musst ich da allein durch.

Mittlerweilen ist das Problem überwunden, und es ist "nur" noch diese Sache mit den Interessen, was mich zweifeln lässt. Jetzt hat sie sich allerdings selbst die Frage gestellt, ob sie überhaupt "der typ für Kinder" ist. Eigentlich gut, dass sie sich das überlegt BEVOR es unterwegs ist, aber so dümpelt unsere Beziehung weiter ohne Ziel dahin.
Jetzt will sie erst mal keine Kinder... vielleicht in 2 Jahren... (wohlgemerkt: zuerst hat sie mich angemault, nach nem halben Jahr Beziehung schon ein Kind zu wollen, denn schließlich wird sie ja auch nicht jünger, und mit 40 will sie auch kein Kind mehr, wegen Risikoschwangerschaft).
Nach allem hilft das der Beziehung nicht gerade...
Ich zweifle immer öfter an unserer Beziehung... und die Sache mit dem Kinderwunsch, den sie plötzlich doch nicht mehr hat, lässt mich vermuten dass auch sie zweifelt.
Ich glaube es ist bald mal eine grundlegende Aussprache nötig, die nicht nur Interessen und Hobbys betrifft.

Teufelchen

unregistriert

11

Mittwoch, 12. Januar 2011, 05:50

Ja das glaube ich auch.Und das tu bevor ihr beide kocht.Redet darüber ob ihr beide euch überhaupt noch wollt!!!!

Denn nach Deinen beschreibungen her bist Du gerade dabei abzuschließen

12

Mittwoch, 19. Januar 2011, 07:55

Gestern wars soweit, wir haben über vieles geredet... mehr oder weniger überhitzt...

Die Sache mit "Freunde/Familie besuchen" legte sie energisch so dar, dass sie es nicht einsieht, wenn man die ganze Woche schon unterwegs ist, am Wochenende nicht nochmal eben 200 km fahren muss, und dass die Freunde doch auch mal vorbei kommen könnten.
Sie meinte, ich nehme, da ich sie immer wieder entnervt frage ob sie nicht doch mal mit will (ich meine, ich fahre ja trotzdem...), eher meine Freunde/Familie in Schutz und stehe nicht hinter ihr.
Sie meint, sie liebt mich und möchte ihr leben mit mir verbringen
Gleichzeitig sagt sie, wenn ich unglücklich mit unserer Beziehung bin, dann soll ich mich trennen. Ohne mit der Wimper zu zucken...

Sicher hat sie in dieser Sache recht, ich mache eigentlich einen Fehler wenn ich Freunden hinterherrenne, jedesmal den überteuerten Sprit verfahre, und von den gleichen Freunden kein einziges Mal der Impuls kommt "Hey, unternehmen wir halt mal was bei euch".
Damit hat sie absolut recht.

Aber ich glaube das zieht noch weitere Gespräche nach sich... ich finde Kompromissbereitschaft sieht anders aus.
Sicher hab ich den Fehler gemacht in dieser Sache mit ihr keine Grundsatzdiskussion geführt zu haben, und vielleicht war ich so in meine Gedankenschiene verschossen dass ich ihre Argumente mir gar nicht richtig zu Herzen genommen habe.
Dennoch steh ich jetzt wieder da und überdenke meine eigene Einstellung... im Moment siehts so aus, dass wieder mal ich mich ändern müsste.
Auch wenn die Argumente stimmig sind.
Dennoch steht sie da wie ein Fels und ruckt sich nicht von Ihrer Ansicht.
Ich war 30 Jahre in meinem Beziehungslosen Status, mir ist klar, dass sich da Angewohnheiten (wie das selbstverständliche Besuchen der Heimat, trotz der 100 km Entfernung) eingeschliffen haben, die man in einer Beziehung so nicht weiter durchziehen kann. Das weiß ich und ich bin schon weit davon abgekommen, aber die Grundeinstellung ist geblieben, ich versuche anscheinend, sie da mit hinein zu integrieren... was sie eben nicht mit sich machen lässt.

Ich steh auf jeden Fall wieder blöd da, und weiß nicht was ich denken soll. Ich bin hin und her gerissen. Eienrseits hat sie recht, andererseits hält sie nix von kompromissen und meinte, man müsse doch den Partner akzeptieren wie er ist. War es tatsächlich mein Fehler? Hab ich versucht Sie zu verbiegen? Sind wir unterm Strich doch einfach zu verschieden, ist die Distanz so groß, dass wir nie ohne Komplikationen eine Harmonische Beziehung führen können?

Mir ist das irgendwie grad alles viel zu viel...

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Mittwoch, 19. Januar 2011, 13:23

hallo alex1180.habe mir deine geschichte sehr oft durchgelesen,und möchte doch was dazu schreiben,-----du schreibst unter anderem,die stehet da wie ein fels,lieber alex1180 ,warum soll sie von ihrem standpunkt wegbewegen.wenn sie lang genug wartet machst du jede bewegung,du machst kompromise,sie muss nur warten können.aus erfahrung weiß sie ,und lieben beziehungswillen bist du kompromisbereit.wie gut du mit der situation leben kannst,und mit ganzen kompromisen,nun das weißt du am bestem.ich denke wäre die momentane beziehungssituation beriedigend für dich und erfüllend ,wurdest du nicht hier im forum schreiben.das in eine beziehung beide aufeinander zugehen mussen,ist so sonst funktioniert die nicht,jeder muss ein teil von mitgebrachten gepäck ablegen,macht das nur ein partner hat die beziehung schnell schieflage,und der partner in diesem fall du probleme.was du machen sollst kann und möchte ich dir nicht schreiben.rede mit ihr,frage sie direkt danach was ihr die beziehung wert ist,und ob die bereit dafür auch zu arbeiten.ob sie die bieziehung möchte,alles liebe irene :wseufzer:

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Donnerstag, 20. Januar 2011, 11:00

Nach dem Gespräch hatten wir uns gestern auch noch in der Arbeit Mails hin- und hergeschrieben.
Ich hatte im Gespräch kaum Möglichkeit, meine Sichtweise, und wie es dazu kam dass ich mich auf diese Schiene einschoss, auszubreiten, da sie ...wieder mal... da stand, und meinte sie macht alles richtig, und ich hab nur alles falsch verstanden. Vermutlich waren unsere Gemüter auch zu erhitzt um noch sachlich zu bleiben, und die Meinung des anderen überhaupt noch wirklich bewußt aufzunehmen.

Die Mails waren eine super Möglichkeit in einem "ruhigen Ton" miteinander zu kommunizieren, vor dem abschicken alles nochmal zu überarbeiten, um nicht wieder einen Brand zu entfachen und dennoch knallhart zu sagen was einem nicht passt. Zumal jeder "zuhören" MUSS.

Dazu gehörte auch, dass ich auch an Trennung dachte.

Sie sieht ein, den Fehler gemacht zu haben, mich in dieser Sache völlig zu ignorieren. Sie sieht ein, dass sie sich auf jeden Fall falsch verhalten hat, sie dachte es wäre alles im Lot und ich wäre glücklich mit unserer Beziehung. Die Offenbarung, das dem nicht so ist hatte sie im Gespräch zuerst (Zitat: )"wie einen Schlag ins Gesicht" empfunden. Nach der Darlegung in den Mails konnte sie es nachvollziehen und hat ihren Fehler eingesehen.
Ebenso wie ich meinen Fehler eingesehen habe ebenfalls nicht die Gründe genau hinterfragt zu haben, und vor allem nicht früher über meinen Zweifel an der Beziehung mit Ihr gesprochen zu haben....
Wir waren beide stur, wobei ich immer den kürzeren gezogen hatte, das weiß ich, und mittlerweilen auch sie, dass sie nie einlenkte.
Wir sind nen Schritt weiter, und obwohl es gerappelt hat, und jeder zuerst enttäuscht vom anderen und der gesamten Situation war haben wir nun eine neue Grundlage auf der wir aufbauen können.

Dennoch: Ich habe definitiv nicht gesagt, das jetzt wieder alles im Lot ist, sondern das wir wirklich an uns arbeiten müssen. Beide. Das Thema Trennung ist vom Tisch, jetzt schauen wir, das wir wirklich BEIDE in der Beziehung glücklich werden. Ich hab Ihr geschrieben, dass ich nicht möchte, dass sie sich zwingt anders zu handeln oder zu denken, oder sich grundlegend zu ändern. Dass es nicht "sie" wäre, und sowas nach hinten losgeht (das weiß ich jetzt nur zu gut). Ich hab sie stattdessen inständig darum gebeten, lediglich von Zeit zu Zeit ihren eigenen Standpunkt zu überdenken. Ich hoffe dass es wirlich ankam und sie es verstanden hat.

Ob es wirklich hinhaut, wird sich zeigen, aber ich denke es hat uns beide weitergebracht, egal, wie die Zukunft verlaufen wird. Ich bin zuversichtlich, wir haben die Chance, dass wir diese wohl doch gemeinsam verbringen.


Danke an euch alle, die sich an dieser Diskussion beteiligt haben, auch wenn das nicht viel Leute waren. Das hilft sehr, andere Meinungen zu hören, und mit unbeteiligten darüber zu sprechen, und damit relativ neutrale Meinungen zu hören.

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