Sie sind nicht angemeldet.


1

Dienstag, 1. September 2009, 13:15

völlig zerstört nach eine Beziehung mit einem schwierigen menschen...brauchte dringend rat!

Hallo,

Also vor ca 6 Wochen hat sich mein Freund nach 3 jähriger Beziehung von mir getrennt.

Es ist so gewesen: Er hat starke Probleme gehabt mit seinem Leben. Er hatte ne schwierige Kindheit, ist ohne Vater aufgewachsen, die Mutter hat ihn fast schon emotional mißbraucht kann man sagen. Er war immer sehr viel mit sich allein und hat durchaus die ein oder andere Störung davongetragen. Als wir zusammenkamen waren natürlich alles wunderbar... ich wusste, dass er sehr sensibel ist und schon mal in der Psychatrie war, aber irgendwie hab ich mir da keine so großen Gedanken gemacht. Heute würden bei mir wohl alle Alarmglocken angehen. Wir führten zunächst eine Fernbeziehung und sahen uns alle paar wochen. In der ersten Zeit kamen Liebesschwüre ohne ende, so dass es mir schon fast ein bißchen schnell ging. Ich war mir allem noch nicht so sicher, weil wir uns auch noch nciht soooo lange kannten. Irgendwann wurden meine Gefühle sehr sehr stark und ich war superglücklich. Doch dann fing er an gewisse Forderungen zu stellen... Er bat mich zb abzunehmen, weil es ihn nun doch störe dass ich etwas molliger bin (Kleidergröße 44). Er dachte zunächst, dass es ihn nicht stören würde, nun aber doch. das ist ein schweres Thema und auch wenn ich weiß, dass man sowas sagen dürfen muss, ist in mir etwas zusammengebrochen, weil das bei mir ein empfindliches thema ist und ich immer angst davor hatte jemand könnte mir sowas mal sagen. Nun gut, irgendwann zog er zu mir... ein 3/4 jahr später. eigentlich nur übergangsweise bis er was eigenes hat aber irgendwie sind wir (leider) so verblieben.

Ich hab immer gedacht wir wären ein dreamteam...wir konnten so viel zusammen lachen, tolle Gespräche führen und hatten vieles Gemeinsam. Ich war unendlich verliebt... doch kam es in bestimmten abständen immer zu für mich sehr merkwürdigen Streitereien. Es hat ihn oft was an mir gestört... er kam mit meiner Art den haushalt zu führen nicht zurecht. Ich hab einen putzplan angeboten, ich hab mir mühe gegeben ordentlicher zu sein. das hab ich wirklich und oft nur für ihn aufgeräumt. er hat allerdings sehr selten was gemacht und ich dumme nuss hab nix gesagt, hab mich nicht getraut meinen mund aufzumachen. Dann kamen noch so sachen wie, dass ich ihn einenge, ihm doppeldeutige botschaften hinterlasse (wie seine mutter es auch oft getan hat), mich ihm gegenüber verhalte wie ein kleines kind. Und in diesen momenten konnte er sehr hart sein... Er analysiert sich selbst sein kindertagen und ich fühlte mich genauso analysiert. er sagte mir, dass in meiner kindheit irgendwer mich wohl furchtbar verletzt haben müsse, dass ich so bin wie ich bin und dass ich eine Therapie machen sollte. Ich war serh geschockt... natürlich hab ich auch meine verschrobenen Seiten und mir war auch klar, dass ich mich nicht immer vorbildlich verhalte, aber ich wusste auch nicht wie. Und ich wusste auch nicht, was mir so schlimmes passiert sein sollte.

Jedesmal wenn er mich so auseinandernahm brach in mir was zusammen. Ich fühlte mich unendlich schuldig und war aber gleichzeitig sauer. Das sauersein verbarg ich und dachte mir oft "hää? bin ich so schwierig? und er macht das gleiche doch auch!!!" naja, vieles woran er bei mir schierigkeiten hatte verstand ich eigentlich nicht wirklich, zumindest nicht in dem ausmaß, stattdessen fand ich es zum teil sehr wiedersprüchig. Dennoch, ich versuchte alles um es ihm recht zu machen und bin in eine abhängigkeit geraten. er hat es geschafft, dass ich ihm sooo viel vertraut habe, dass ich jegliche schutzschichten in mir öffnen lies, an die ich mich selbst noch nichtmals ranwagte. er hat mich seelisch ausgezogen wenn man so will... so fühlte ich mich jedenfalls. Und dennoch, in meinem kopf war die meiste zeit der beziehung wundervoll. obowhl wir eingentlich nur auf dem sofa lagen, filme geguckt haben, geredet haben...war immer sehr schön, aber es war sehr schwer ihn unter leute zu bekommen. Dadurch fühlte ich mich noch mehr verantwortlich für ihn... Ich wusste er kann gut allein sein, aber immer wenn ich mit freunden weg war hatte ich keine richtige ruhe, nur weil ich wusste, dass er allein in der wohnung sitzt.

irgendwie hat er in mir verlustängste ausgelöst und mein selbstbewusstsein wurd sehr schwach... je mehr er mich kritisierte oder ich mich kritisiert fühlte umso mehr hab ich unterschwellig nach liebe gebettelt. Ich hab es gar nicht so extrem empfunden aber er. er hat sehr sensible antennen und durchschaut irgendwie ALLES. und das hat ihn fertig gemacht... Irgendwann kam von mir der vorschlag getrennte wohnung zu nehmen. Ich hatte angst davor, weil ich wusste dass ich dann immer auf ihn warten werde, was verabredungen angeht usw. aber ich wolllte es durchziehen. und er auch... dennoch war ich traurig. vor allem weil nichts passierte....er sagte ständig er müsse noch sparen und ich saß auf heißen kohlen weil es ja was war, was ich vom herzen nicht wollte, sondern nur vom verstand. Monate vergingen... einmal fragte ich ihn wie es denn damit aussehe und er sagte sehr kühl "ich zieh bald aus und dass er sich darauf freuen würde". ich musste etwas weinen deswegen...und diese tränen haben ihn so sehr emotional unter druck gesetztz (so sagte er es), dass er darauf hin eine woche zu seinem kumpel fuhr und sich nicht gemeldet hatte. Dabei hab ich ihm gesagt, dass das nur meine gefühle sind und er die tränen nicht sooo ernst nehmen soll. ich wollte ihn damit nicht manipulieren und habs ja versuht zu unterdrücken so wie ich vieles unterdrück habe. Einmal sagte er mir sogar, dass ich ihn psychisch fertig machen würde...das war so hart. ich hab mich sooo schuldig gefühlt und gleichzeitig konnte ich es nicht verstehen. Ich hab ihn mit samthandschuhen angefasst, ihn immer bestärkt in dem was er run wollte., hab immer zugehört, mich seiner angenommen. Ich war im prinzip die einzige person, die an ihn geglaubt hat. Zählte das alles nichts?

Er bekam dann 4 wochen sogar ne richtige depression... was wohl auch daran lag, dass er 6 mon. vorher eine neue therapie anfing und seine muttergeschichte sehr hochkam. er bekam auch antidepressiva und auf einmal wurde er anders.Als er die depression überwunden hatte sagte er er hab zu sich selbst gefunden, könne mit seinem schmerz jetzt viel besser umgehen. ich war froh, denn diese zeit war auch für mich sehr anstrengend.

dann eines abends, alles war sehr harmonisch, kochte ich. ich schnitt mörhren und schnitt mir dabei in den finger. Es blutete ordentlich... ich bat ihm zum auto zu gehen und verbandszeug zu holen. er tat es und verband meinen finger. Danach verschwand er für 4 stunden ohne was zu sagen. als er wiederkam trennte er sich von mir mit den worten, ich sein ein kleines kind. wie könne man sich so in den finger schneiden und dann kein verbandszeug im haus haben. Auerdem sei ich ein miesepeter. ich konnte seine Anschuldigungen nie verstehen... von jemanden als miesepter beschimpft werden, der grad eine depression hatte?? hm.

Wir wohnten leider noch 3 wochen zusammen, weil er sich ne wohnung suchte. auf einmal ging es mit dem geld... naja, und diese zeit war schlimm. ich versuchte woanders unterzukommen, weil ich seine gute gelaunte art nicht ertragen konnte. Rauswerfen konnte ich ihn nicht. das lies mein herz nicht zu und er hatte auch kaum leute hier. Dann war ich wieder ein paar tage zu haus, weil ich nicht die ganze zeit woanders unterkommen konnte. Er bekam da einen ausraster und fragte ob ich nicht woanders schlafen könne (er saß in meiner verdammten wohnung!). er hielte das hin und her nicht aus, das wechselbad der gefühle, dass ich mal für ihn da bin und mal nicht. Außerdem sagte er, dass er meine hilfe gut beim umzug gebraucht hätte ( ich hatte ihm gesagt, dass ich mir da raushalten werde). er hat sich dafür zwar entschuldigt, aber schön war es nicht...

Kurz vor dem auszug gab er mir auf den weg noch ein paar rätsel mit...:
er würde mich noch lieben, das sei nicht der punkt. er würde unsere beziehung durch die trennung stabilisieren es sei alles möglich man müsse dem leben vertrauen und die arme aufhalten (auf einmal!) Wenn ich wieder mit ihm zusammen sein möchte, dann soll ich es mir wünschen, ohne es als ein MUSS anzusehen, denn dann würde ich mich auch so verhalten, dass es klappt.

Naja, so sachen eben...zudem vergas er beim auszug ein paar dinge und hinterlies einen zettel mit "bis bald - hab mir noch das eine buch von dir ausgeliehen. da war ich noch nicht fertig".

Lange rede, kurzer sinn: Mich macht das alles wahnsinnig... mich macht es wahnsinnig ihn zu vermissen, zu sehen wie abgeklärt er ist und wie froh für sich allein zu sein. Ich hab soo viel gegeben und so viel kraft aufgebracht...wir hatten so ein großes vertrauen und jetzt ist alles für die katz... ihm gehts gut und ich sitz hier mit einem scherbenhaufen. Ich muss jetzt nich nur die trennung verarbeiten sondern herausfinden warum ich seine art so angenommen habe, warum ich so schwach war. Als ich meiner schwester von allem erzählte (ich hab mich vorher dafür geschämt) ist sie aus allen wolken gefallen, weil sie mich so überhaupt nicht kennt. Und immer diese Schuldgefühle... ich meine dieser mann war in der klinik, bei verschiedenen therapeuten, hat schon diverse medikamente durch, hasst seine mutter, hat eine ICH-Störung, also Identitässtörung, und wie ich finde auch stark narzistische Züge (er sagte mal zu seinem freund, dass er sich wohl nur mit leuten umgibt, die ihm unterlegen sind) und ich blöde kuh wundere mich über ihn und versuch ihn zu verstehen und vermisse ihn und will ihn wieder zurück...das ist doch wahnsinnig??!! und nachwievor weiß ich nicht wer hier das größere problem mit sich hat...er oder ich? ich fühle mich wie durch die gehirnwäsche gezogen... ich bin voll in seine welt eingesteigen und jetzt hab ich angst da nicht mehr rauszukönnen.

Ich bemühe mich sehr, aber es ist so hart. mach auch eine Therapie aber das wird wohl noch dauern, bis sie früchte trägt.

Lefay75

unregistriert

2

Dienstag, 1. September 2009, 14:03

RE: völlig zerstört nach eine Beziehung mit einem schwierigen menschen...brauchte dringend rat!

Hallo Hannah. Herzlich willkommen hier. Ich habe gerade net viel Zeit und werde Dir später noch was dazu schreiben. Deine thematik geht geht weit über normalen Liebeskummer hinaus.. Das ist schon Tiefenpsychologie. Ich kann mir gut vorstellen,wie du dich fühlst. Vermutlich leicht traumatisiert von den ganzen Erlebnissen. Über dieses Forum kann ich dir leider nicht die Unterstützung geben,in d. Form wie du sie brauchst. Ich werd trotzdem versuchen,dir etwas mit auf d. Weg zu geben. Er hat eine Diagnose und das,was du beschreibst ist net nur eine narzisstische Persönlichkeitsstörung. narzisstisch sind wir alle irgendwo. Und ja... Er handelt wie ein vampir, er saugt dich aus, UM SEINE INNERE leere zu füllen. Und wenn du ganz tief unten bist und er dich in deiner Persönlichkeit gebrochen hat, verachtet er dich und damit auch sich. Er interprojiziert die ganze Zeit..du bist sein Spiegel. Leider ist er ein gebrochener Mensch und das fatale, mit Aufopferung, Helfersyndrom usw. werden die Dinge krasser. So ein Mensch braucht Grenzen. Ich mag ihn net analysieren. Du tust es um verstehen zu können..das kann ich total nachvollziehen.. nur hilft es dir net weiter... Wir müssen schauen, warum du darin hängen geblieben bist und dich hast so behandeln lassen. Das ist dein thema... So wie er zu dir war,dass hat absolut nichts mit dir zu tun, sondern mit ihm. Dein fehler war,dass du geblieben bist und jetzt bist du emotional geschwächt und wir sollten schauen, daran zu arbeiten. Du brauchst deine Kraft jetzt für dich und deine Selbstliebe. Lies ruhig bißchen im forum, da stehen schon viele nützliche beiträge... Später mehr. Lg lefay

3

Dienstag, 1. September 2009, 14:56

RE: völlig zerstört nach eine Beziehung mit einem schwierigen menschen...brauchte dringend rat!

Hallo Lefay,

vielen Dank für deine worte. Ich weiß, ich muss mich jetzt auf mich konzentrieren, aber das ist so schwer, wenn man drei jahre lang im Prinzip die meiste Zeit damit beschftigt war über ihn nachzudenken. ich habe zwar auch viel über mich nachgedacht aber er war immer mit dabei. Und so handelte ich so, dass ER damit zufrieden war, denn somit war ich es auch. Es ist furchtbar so abhängig zu sein und es braucht wohl viel Zeit bis sich das löst. Das schlimme ist vor allem, dass ich ihn immernoch nicht als krank sehen kann. Er wirkt trotz allem so gefestigt, bzw ich sehe ihn so. Wir hatten so ein Vertrauen zueinander und ich habe ganz arge Probleme diese Enttäuschung überhaupt richtig an mir heranzulassen und es zu verstehen. Ich mach mir lieber Gedanken darüber wie ich ihn zurückbekommen könnte. Aber ich zwinge mich dazu es nicht zu tun, eine minute klappts, die andere nicht. Ich bin immernoch nicht in der lage ihm zu sagen, was ich wirklich denke. Ich hatte ihm gestern eine mail geschrieben, wann er denn seine sachen abholt. ich hatte ihm das we vorgeschgeschlagen... und meinte noch, dass es mir im prinzip egal wäre ob er sie in den nächsten tagen abholt oder erst wenn mehr zeit verstrichen ist und wir mehr abstand haben (super, ich mach schon wieder den hampelmann). Ich weiß es wäre nicht gut ihn zu sehen, denn ich wäre in jedem fall enttäuscht und ich weiß auch ganz genau dass er so tun würde als sei nichts passiert. Aber dennoch, auf irgendwas warte ich eben noch, leider. Aber die sachen sind noch hier und dadurch was von ihm. Das ist blöd. Aber ich schaff es nicht ihm ein Ultimatum zu setzen, ich schaff es nicht hart zu sein, aus angst in mißgunst zu fallen. Ich bin immernoch total in dem wahnsinn drin. stattdessen mach ich es ihm einfach und geb ihm die wahl. und was kam zurück? er wüsste nich ob er am WE zeit habe und wolle sich nochmal melden. Er hat die kontrolle und ich warte... wie immer.

Thema bewerten
Bookmark and Share