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Sonntag, 14. August 2011, 21:31

Wann wird das ein Ende haben?

Hallo liebe Forumgemeinde,

ich würde gerne mal ein paar Meinungen zu meiner Situation hören, da ich denke, dass das, was grade bei mir passiert über das normale Maß von Liebeskummer hinausgeht.

Ich war bis Ende Februar diesen Jahres mit meiner Freundin zusammen. Und zwar achteinhalb Jahre (sie war damals 14, ich 15). Zwischendurch war dreimal kurz Pause. Wir waren halt jung und wussten nicht, was wir wollten. Letztendlich haben wir es immer wieder versucht, weil wir das Gefühl hatten, einfach zusammenzugehören.

Anfang des Jahres hat sie mir dann jedenfalls unmissverständlich klar gemacht, dass wir diesmal unwiderruflich aneinander gescheitert sind. Die Endgültigkeit dieser Entscheidung untermauerte sie damit, dass sie 50km weit weg zog und dort jetzt mit einem anderen zusammen ist.

Gewissermaßen hab ich mich mit der Tatsache abgefunden, dass ich sie für immer verloren hab. Ich habe (bis auf einige wenige alte, sehr loyale Freunde) kaum noch etwas mit unserem damaligen gemeinsamen Freundeskreis zu tun (denn echte Freunde lassen einen in so einer Situation nicht so dermaßen hängen). Ich habe neue Freunde gefunden und mit einigen anderen Bereichen meines alten Lebens abgeschlossen, um dieses Kapitel endlich zu schließen. Ich will wirklich neu anfangen. Und dennoch:

Wenn ich allein zuhause bin lasse ich mich immer noch hängen. Sehe ich irgendetwas, dass mich an sie erinnert oder geh ich durch die Stadt wird mir ganz anders. Erinnerungen kommen hoch und mir wird regelrecht schlecht. Wenn´s ganz schlimm ist, bekomm ich sogar Weinkrämpfe und es tut körperlich weh. In solchen Momenten steiger ich mich manchmal absichtlich in diese Gefühle rein, hör depressive Musik und betrink mich dabei. Neulich ging es so weit. das ich autoagressiv geworden bin. Und das nach nunmehr einem halben Jahr.

Ich seh einfach nicht, dass sich das in nächster Zeit ändert. Ich will das alles vergessen und mein Leben wieder leben. Ich weiss echt nicht mehr weiter. Hat vielleicht jemand Ähnliches durchgemacht oder kann mir einen Rat geben?

Danke im Vorraus
Stevo24

2

Montag, 15. August 2011, 00:45

Ich kann gut nachvollziehen wie du dich fühlst.Bei mir waren es nur knappe 3 Jahre,aber ich kann mich so gut in dich hineinversetzen.Bei mir war es im Dezember.Wir haben uns trotz Gefühlen getrennt,es ging kein Miteinander mehr,und das Ohneeinander,war anfangs der Tod.Ich dachte ich sterbe.Ich wollte mir selber weh tun,ich litt am ganzen Körper.Ich hatte auch einen suizidversuch,heute ist mir natürlich klar,dass dies total falsch war.Aber in diesem Moment,ich war leer,wusste nicht mehr weiter.Wir haben zusammen gewohnt,seit dem ersten Tag,es war eine sehr innige Beziehung,aber mit der Zeit scheiterten wir.Wochenlang ging es mir schlecht.Und heute,8 Monate nach der Trennung,ich lebe,ich denke noch oft an unsere Beziehung,und dieser Mensch,ich werde sie ein leben lang lieben,sie ist mir immer noch sehr viel wert,nur nicht mehr so wie zu Zeiten der Beziehung!

Wenn man die Sprüche hört;Kopf hoch...dass wird schon wieder,es mag sich alles schlimm anhören,man denkt die anderen haben keine Ahnung,aber es wird.Ihr wart ne lange Zeit zusammen,sie war dir vertraut.

Mir haben meine Freunde wieder auf die Beine geholfen,ich bin viel raus gegangen.In einsamen Momenten,half mir dies nichts,aber ich konnte mich ablenken,und den Kopf frei kriegen.

Hast du Hobbys?
Unternimm was.
Schreibs nieder.Wenn dich was erinnert,packs weg.
Ich hab all ihre Sachen weg gepackt,sie sind in meiner Nähe,aber verschlossen.Ich trag sie in meinem Herzen.

Du schaffst das!

Engelchen;-)

unregistriert

3

Montag, 15. August 2011, 11:27

Hallo Stevo24,

du kannst Dich gut reflektieren und das ist ein ganz wichtiger Schritt.

Ich kann dir nur empfehlen, hol dir professionelle Hilfe (die Krankenkasse zahlt paar Stunden), bevor du in eine richtige Depression fällst, denn da kommt man dann nur schwer wieder raus. Und schon ein paar Gespräche können dich in die richtige Richtung leiten. Versuch`s ;) Du kannst nur gewinnen.

Alles liebe für Dich :-)

4

Montag, 15. August 2011, 13:29

Hallo Stevo,

ich wurde Anfang Dezember letzten Jahres nach 9 Jahren Beziehung von heute auf morgen verlassen. Ich kann das so nachvollziehen wie es Dir geht. Natürlich kann ich Dir nicht sagen wann es Dir besser geht, aber es wird Dir auf jeden Fall besser gehen!
Das mit dem Reinsteigern, traurige Musik hören etc. ist auch bekannt als "Trauerritual". Das ist erstmal ein richtig guter Ansatz, denn um den Verlust eines Menschen zu verarbeiten muss man trauern. ABER, wenn Du Dir dabei die Kante gibst, bringt das überhaupt nichts, denn damit unterdrückst nur die negativen Gefühle, die meiner Meinung nach leider notwendig sind. Versuche also einmal Dein Leid ohne Alkohol oder Drogen auszuhalten. Weine so lange bis Du Dich richtig leer fühlst und vor Erschöpfung einfach nicht mehr kannst. Irgendwann kommt Dein Körper und damit auch Dein Gehirn von ganz alleine auf den Trichter, dass es nun genug ist.
Was mir auch geholfen hat: schreiben, schreiben, schreiben. Auch Briefe an meinen Ex (beschimpfen, betteln, das ganze Programm) OHNE diese abzuschicken.
Ich denke trotzdem, dass Du Dir zusätzlich Hilfe suchen solltest, denn wenn Du Dir selbst weh tust, liegt ganz schön was im Argen.

Ganz liebe Grüße!

5

Montag, 15. August 2011, 14:01

@Tilda81

Zitat

ich wurde Anfang Dezember letzten Jahres nach 9 Jahren Beziehung von heute auf morgen verlassen
woher kenn ich das nur ... :rolleyes:

@Stevo24

was Engelchen da schreibt würde ich an deiner stelle auch tun!

lg
der Biss eines Hörnchens kann schmerzhaft sein, erfolgt aber selten ohne Grund

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