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Montag, 18. Juli 2011, 09:56

Trennung - ich will noch nicht aufgeben!

Hallo liebe Gemeinde,

ich (31) brauche einmal eure Hilfe und würde mich freuen, wenn jemand ojektiv etwas zu meiner Situation sagen kann.

Vor einem Jahr habe ich meinen jetzigen Ex-Freund kennengelernt. Wir sind relativ schnell zusammengekommen, wir haben uns bei von Anhieb sehr gemocht. Zu der Zeit hat er ein 1/2 jähriges Praktikum in Deutschland gemacht, er ist Spanier. Nach dem Praktikum ist er für ein paar Wochen nach Spanien zurück, über Weihnachten, wollte dann aber wieder zurück nach Deutschland. Unter anderem wegen mir, aber auch weil er hier Arbeit als Architekt suchen wollte. Er war fleissig am Deutsch lernen.
Bereits zu der Zeit als er in Spanien war, krieselte es. Ich habe ihn oft als freiheitsliebenden Menschen erlebt. Ich war sehr oft irritiert davon, dass es mich scheinbar nicht vermisst und viel Raum für sich braucht. Ich kam gerade aus einer 7 jährigen Beziehung mit einem Mann, der sehr geklammert hat. Ich verglich also seine Art der Liebe mit dem meines Ex. Was man natürlich nie tun darf, das weiss ich!!
Nur war ich so irriert und entwickelte eine Verlustangst. Ich war mir nicht mehr sicher, ob er wirklich aus Spanien zurückkommt. Seine Pläne wechselten häufig und andere Länder waren auch im Gespräch. Allerdings betonte er, dass er immer auf mich als Freundin zählt und nicht einen Job über mich stellen würde.
Das alles beruhigte mich mal mehr, mal weniger. Er hatte kaum Freunde in meiner Stadt. Wenn er jemanden kennenlernte, waren das oft Frauen, die er aus der sprachschule kannte. Ich war leicht eifersüchtig, weil es Frauen waren, die die Initiative ergriffen und ihn scheinbar mehr als mochten. Daraufhin warf er mir vor, ich wolle ihn nur für mich allein.
Es folgte immer mehr Streitereien. Meine Ängste, dass ihm das Leben mit mir nicht reichen würde, wuchsen. Ich sah, dass er hier nicht richtig zurfrieden war. Er war zunehmend frustriert, weil sich die Arbeitssuche nicht als einfach gestaltete. Er bekam keinen Job. Er bewarb sich daraufhin im Ausland. Wir redeten, dass ich dann später nachkommen würde, hätte er einen festen Job. Ich hing nicht besonders an meiner Stadt und meinem Job hier.
Er bekam aber keinen Job und fing an, unsere Beziehung als Grund zu sehen. Ich würde soviel Zeit von ihm verlagen, er könne sich nicht in Ruhe auf seine Jobfortschritte konzentrieren. Ich hatte immer mehr Angst, er nimmt mich nur als Sprungbrett, als ein warmes Nest in dem fremden Land. Mich verunsicherte, dass er nichts hatte, womit ich eine Verbindlichkeit sehen konnte. Er hatte keine Freunde, er hatte keine Familie, er hatte quasi kein Leben, in das er mich integrieren konnte, so wie ich es mit ihm versucht hatte. Ich hatte nur sein Wort. Trotzdem liebte ich ihn über alles. Er sprach anfangs oft von Hochzeit, Kindern, und ich wäre die Frau, auf die er sein Leben lang gewartet hätte. Er sagte mir täglich, dass er mich liebt und so eine starke Liebe noch nie gespürt hätte. Das er nicht weitersuchen brauchte, mit mir hat er alles, was er will. Zum Ende drehte es sich immer häufiger darum, dass ich mich selbst glücklich machen soll. Dass er denkt, ich würde nur mit irgendjemand zusammensein wolle, dass es gar nicht um ihn geht. Da waren meine Ängste schon sehr gross, wir gerieten in eine totales emotionales Ungleichgewicht. Ich verlor mehr und mehr mein Selbstbewusstsein. Er wollte mich nicht verletzen und sprach dann davon, dass ich zu gut für ihn wäre. Ob ich nicht glaube, jemand anderes könne mir mehr geben, was ich brauchte. Ich verstand gar nichts mehr, ich hatte doch nur Angst vor dieser ungewissen Zukunft.
Eine Woche vor der Trennung hatte er Vorstellungsgespräch in der Schweiz. Er sagte, er gibt alles, er sieht in dem Neuanfang in Zürich unsere Rettung.
Seine Reise scheiterte daran, dass sein Reisepass abgelaufen war. Ab da war er anders. Es gab kein "ich liebe Dich" mehr. Er fuhr zu Freunden nach Berlin, um abzuschalten. Nach einer Woche kam er zurück und erklärte mir, er komme nur um seine Sachen zu packen. Er ginge nach Berlin. Er sieht keine andere Chance. Er hätte nach einem Jahr hier gar nichts erreicht (er wohnte sein einem halben Jahr bei mir). Er packte seine Sachen und ging. Er sagte, ich solle mich um mein Leben kümmern, er hätte schon früher gehen sollen. Ich solle meine Träume verfolgen. Er dachte auch, die Trennung würde mich erleichtern, wegen der Streiterein. Ich war aber in Tränen aufgelöst. Wenn wir wieder füreinander bestimmt sind, sagte er, dann würden wir auch wieder zusammen kommen. Aber er braucht jetzt Zeit, um sich um seine Sachen zu kümmern. Er hätte seinen Träume hintenangestellt, und jetzt will er sich auf sich konzentrieren. Ich müsse ihn verstehen. Er hätte noch Gefühle für mich, wenn auch nicht mehr die gleichen wie am Anfang.
Es ist jetzt einen Monat her. Er wohnt 300 km entfernt. Ich habe mich wirklich zurückgehalten, ihn zu kontaktieren, weil ich seinen Wunsch nach Zeit respektieren wollte. Es vergeht keinen Tag, an dem ich nicht daran denke, ob wir nicht doch noch einen Chance haben. Ich vermisse ihn. Ich liebe ihn noch. Und ich habe viele Fehler gemacht. Sicherlich auch er.
Er meldet sich nur, wenn ich ihn kontaktiert habe. Er ist mal traurig wegen uns, mal antwortet er nicht auf Nachrichten und ist gut gelaunt. Zuletzt sagte er, er könne gar nicht richtig verstehen, warum es so mit uns endete. Und er wolle mich nicht weiter verletzten.
Ich wollte so oft seine Aufmerksamkeit, nun habe ich nichts mehr. Es tut mir so leid, dass ich oft nur an mich gedacht habe.
Ich wollte ihn jetzt um ein Gespräch bitten. Was meint ihr zu der Sache? Er wäre wirklich der Mann, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen konnte. Und die sah so schön aus. Meine Ängste haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich arbeite nun an den Ängste, die aus meiner Vergangenheit kommen. Ich habe neue Hobbies und komme ohne ihn zurecht. Er weiss dass, aber er sagt, er glaubt ich wolle mich nur für ihn ändern. Ich versuche, so wie er, locker und geduldig mit der Sache umzugehen, aber stosse an meine Grenzen, ich bin so verzweifel!!


Vielen Dank für das Lesen!!

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Montag, 18. Juli 2011, 18:23

hallo erdbeerfeld,
es tut mir leid,aber ich glaube das es mit euch keine zukunft mehr hat.... ich frage mich auch warum du weiterhin die fehler bei dir suchst... wo ist deine wut??? du hast alles für ihn getan,dich für ihn verbogen und sogar dein selbstbewußtsein ist weg.... und dann kommt er um seine sachen zu packen..ja danke auch..... inklusive der begründung das er keine chance sieht,er, er,er.... hört sich gefährlich nach nem netten egoisten an...
diese beziehung hat dir definitiv nicht gut getan und du hast mit sicherheit nicht nur an dich gedacht,denke mal eher das gegenteil war der fall.... ich weiß wie das ist wenn man immer angst um den partner hat und dann nen tritt kriegt...
sowas macht einen kaputt... fang an dein leben wieder aufzubauen und dein selbstbewußtsein wieder aufzubauen... hast ja schon einen super anfang gemacht,indedm du neue hobbies hast... und bedenke eines,wer dich nicht so akzeptiert wie du bist,hat dich nicht verdient... du siehst ja das du es auch ohne ihn schaffst.... ich würde auch keinen kontakt mehr suchen,auch wenn es schwer fällt,den wenn was wahres an seinen worten dran gewesen wäre,hätte er sich gemeldet und zwar von sich aus....
wünsch dir alles gute und viel,viel kraft
bigtears
Es ist besser gehaßt zu werden für das WAS man ist,als geliebt zu werden für DAS was man nicht ist!!!!!! :toocool:

3

Montag, 18. Juli 2011, 19:22

Hallo und vielen Dank für Deinen Beitrag

Ich sehe momentan viele Fehler bei mir, sicherlich war er oftmals auch nicht zimperlich mit mir. Wenn ich aber nun den Kontakt absäge, habe ich gar nichts mehr von ihm. Dann kann er später sagen, ich habe ja nicht mehr gewollt / nicht mehr gekämpft. Es fällt mir so schwer, ihn loszulassen. Ich will, dass all seine Worte und Versprechen nicht nur so dahergeredet waren :-(

4

Montag, 18. Juli 2011, 20:53

sorry,aber wenn hier einer zu kämpfen hat,dann ist er das... er hat dich verlassen und nicht du ihn....warum machst du dich kleiner als du bist ihm gegenüber??? kein mensch hat es nötig um liebe zu betteln..!!!! sowas bekommt man geschenkt... und mit 31 ist der zug jawohl noch lange nicht abgefahren!!!!!

ja das der wunsch da ist,das er sein versprechen hält und es wahre worte hätten sein sollen,ist verständlich... aber du solltest nicht länger an seinen worten kleben bleiben.. klar ist es schwer und tut weh,aber es macht dich nur kaputt und tut dir umso mehr weh.... du mußt die trennung akzeptieren,wenn du es allein nicht schaffst,such dir hilfe...
bigtears
Es ist besser gehaßt zu werden für das WAS man ist,als geliebt zu werden für DAS was man nicht ist!!!!!! :toocool:

5

Montag, 25. Juli 2011, 00:00

Etwas später....

Hallo liebe Gemeinde,



ich wollte mich mal wieder melden und schreiben, was in letzter Zeit
passiert ist. Ich hab mit meinen Ex telefoniert, dass erste Mal nach 4
Wochen. Es war ein nettes Gespräch, in dem wir aber wenig auf UNS
eingegangen sind. Gerade dass, diese Ungewissheit, die immer noch im
Raum steht (was denkt er über uns? Gibt es eine Zukunft? Wie geht es
weiter?) veranlasste mich dazu, tagsdrauf nochmal anzurufen. Ich fragte
ihn ziemlich direkt, was er denkt, wie er fühlt und wo er uns sieht.



Er sagte, da er noch nicht verstanden hat, was genau in der
Vergangenheit eigentlich falsch gelaufen ist, kann er auch nicht sagen,
dass es in Zukunft besser sein würde. Er hat immernoch keinen Job,
deswegen ist er ja hoffnungsvoll nach Berlin. Er sieht nicht, dass wir
nicht wieder ähnliche Probleme hätten.

Ich habe mir allerdings auch Gedanken gemacht und erkannt, was wir an
großen Schwierigkeiten aus dem Weg räume könnten. Er bat mich, dies in
einer Email zu schreiben.

Er weinte dann am Telefon, er wäre allein, ob die Entscheidung richtig
war zu gehen, ich solle nicht denken er vermisse mich nicht, er liebe
mich immernoch usw.

Nur, als ich um ein Treffen bat, meinte er, er braucht noch mehr Zeit. Frühestens in 2 Wochen.

Mir reisst es immernoch das Herz raus. Wie lieben uns, aber er will mich nicht sehen? Himmel.

Dann, ein paar Tage später, schrieb ich ihn mit der Bitte um ein Treffen
in diesen besagten 2 Wochen. Er antwortete einen Tag später. Gutgelaut
und wir können uns "dann ja mal im August treffen".



Was soll ich davon bloss halten? Ich würde es so gern versuchen. Aber
ich seh so wenig Initiative von seiner Seite. Es geht so viel von meiner
Seite aus :-(

Soll ich ihm die Argumente liefern, die er braucht, um vom "Kopf her" wieder in die Beziehung gehen zu können?



Lieber Gruss und danke im voraus, für eure Meinungen!!

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