Ich bin nur ein Stück "Scheiße" für ihn....
Hallo!
Ich bin ganz neu in diesem Forum, doch wende ich mich an euch, da ich selbst
nicht mehr klar denken kann.
Seit einem Jahr war ich mehr oder weniger mit einem Tunesier (im folgenden H.)
in einer auf und ab Beziehung. Ich habe ihn letztes Jahr Sommer in Nizza
kennengelernt. Wir haben um selben Studentenwohnheim gewohnt. Als ich ihn
kennenlernte, war ich zu der Zeit noch in einer sechsjährigen Beziehung mit
meinem senegalesischen Ex-Freund. Aber irgendwie hatte diese Beziehung mehr
Alltag statt Lebensfreude angenommen und als ich H. traf, wandte sich alles.
Anfangs fand ich ihn total eingebildet und er hatte nicht mal ein schlechtes
Gewissen mich vor den Fotos meines damaligen Freundes anzumachen. Aber je mehr
Zeit wir miteinander verbrachten desto sympathischer wurde er mir. Ich war
total hin- und hergerissen. Doch mehr und mehr stellte ich fest, daß mir H.
mehr gab als mein Freund. Eines Abends geschah ein kleiner Vorfall im
Studentenwohnheim, der mich leider an ein schreckliches Erlebnis in meiner Jugendzeit
erinnerte. Ich war ziemlich zerstört. H. bekam dies mit und war total lieb, bot
mir an mit ihm zu reden, versprach mir mich zu beschützen, etc. Die Tage darauf
war er oft bei mir und wir schliefen zusammen ein, da ich oft in der Nacht
Angst hatte. Irgendwann wollte H. mehr, doch ich hatte Angst und er bat mich,
ihm zu erzählen. Ich hab noch nie, seit dem 17. Lebensjahr, mit jemanden über
mein Erlebnis geredet, ich wollte es für mich behalten, mein Leben lang, um
niemanden mit meinem Problem zu schaden. Jedenfalls redete ich, erzählte ihm
alles und er war sehr verständnisvoll. Meinte sogar, seine Cousine hätte dieselbe
Erfahrung gemacht. Ich war so froh, daß für ihn mein Geheimnis kein Hindernis
war. Die Tage vergingen und wir verbrachten unvergessliche Tage und Nächte
zusammen, jedoch waren wir nicht zusammen, denn er hatte keine großen Gefühle,
wie ich für ihn. Dann mußte ich zurück nach Deutschland und er nach Tunesien.
Wir haben die ganzen Ferien, bis wir uns wieder im September in Nizza wiedersahen,
Kontakt gehalten. Per Internet waren wir immer verbunden, um uns nahe zu sein.
Im September letzten Jahres war ich sehr froh, zu wissen, daß wir wieder
zusammen sein werden. Die ganzen Ferien hat er mir bezüglich des Problems
beiseite gestanden, mir Mut gemacht, mir versprochen immer für mich da zu sein,
ich könnte immer in seinen starken Armen einschlafen. Ich hatte zum ersten Mal
die Hoffnung, mit ihm vergessen zu können. Zur gleichen Zeit hatte ich meine
Thesis zu schreiben und auch da machte er mir immer wieder Mut, ich solle mich
auf meine Arbeit konzentrieren und später auf ihn, denn er fehlte mir
unheimlich. Ich sagte ihm immer und immer wieder, wie wichtig er für mich sein
und daß ich ihn sehr liebe. Er meinte, wir klären das im September in
Nizza.
Zurück in Nizza, holt er mich noch am Flughafen ab und wir verbringen eine
schöne Zeit und Nacht miteinander. Doch schon am zweiten Tag, begann er mich zu
ignorieren, redete nicht mehr mit mir und "flüchtete förmlich", um
nicht mit mir zu reden. Erst vier Tage später konnte ich mit ihm reden und er
meinte, er wolle keine Beziehung, hätte keine Gefühle, alle seine Versprechen
seien falsch und Lügen und er sei eine sehr gemeine Person. Ich war total verwirrt,
zumal hatte ich tagsdarauf meine Verteidigung und konnte mich gar nicht mehr
richtig konzentrieren. Er musste dann zu einem Handballspiel und kam erst ein
paar Tage später wieder zurück. Bei seiner Rückkehr bat ich nocheinmal mit ihm
zu reden. Es war schon nach Mitternacht, als ich zu ihm ging und anstatt zu
reden, war er wieder total lieb und wir verbrachten eine schöne Nacht zusammen.
Am nächsten Tag, holte er mich brutal in die Wirklichkeit zurück, indem er
meinte "Das war die letzte Nacht mit mir.". Ich war total geschockt
und auf einmal verfiel ich in einen Schockzustand. Ich fühlte mich beschmutzt,
benutzt und hatte auf einmal wieder die ganzen Erinnerungen meines Geheimnisses
in mir. Ich lag auf seinem Bett, unfähig mich zu bewegen und weinte mir die
Seele aus dem Leib. Er wußte nichts mit mir anzufangen und beschäftigte sich
mit seinem Computer. Irgendwann konnte ich in mein Zimmer gehen. Die Tage
vergingen, er redete nicht mehr mit mir und auf einer Studentenparty betrank
ich mich so dermaßen, das er mir überall die Freundschaft kündigte. Ich wollte
nur vergessen, die Sorgen, mein Geheimnis, einem Mann vertraut zu haben, alles
vergessen. So lief es den ganzen Winter. Ich verlor so den Boden unter den
Füßen, daß die für mich wichtigste Person nicht mehr anwesend war. Ich begann
zu rauchen (ich rauchte nie), zu trinken, ich konnte nachts wegen Albträumen
nicht mehr schlafen. Wenn ich ihn anrief und ihn bat mir zu helfen, ignorierte
er mich, redete nicht mit mir, machte einfach nichts. Eines Tages konnte ich
mit ihm reden, bat ihm mir zu helfen, wie er es versprochen hatte, bat ihm mich
nicht zu ignorieren. Ein paar Tage später war ich bei ihm und wir begannen
erneut etwas miteinander. Aber er meinte, wir müssen damit aufhören, denn er
hat eine Freundin, was aber nur eine Ausrede war, er hatte nie eine. Diese
ganze auf und ab, gab mir immer wieder Grund zu hoffen, doch ich war
anscheinend wirklich nichts für ihn. Es wurde immer schlimmer, seine
Abwesenheit, die Albträume, ich trank, rauchte, ging nicht mehr aus, gab meine
Freunde auf und irgendwann begann ich mir die Unterarme zu ritzen, um einen
anderen Schmerz zu spüren. Anfangs, als er es mitbekam, sorgte er sich noch um
mich, doch irgendwann meinte er "Wenn du soweiter machst, brauchst du mich
nicht mehr anzurufen." Ich verstand diese ganze kühle Reaktion nicht. Ich
fand keinen Ausweg mehr und machte immer so weiter bis Weihnachten.
Zwischenzeitlich betrank ich mich so stark, daß mich Freunde ins Krankenhaus
brachten. Weihnachten in Deutschland brachte mir auch keine Abwechslung, ich
war nur mit den Gedanken bei H. Im neuen Jahr zurück in Nizza, wollte ich mich
ändern, nicht mehr schwach sein. Doch ein paar Tage später, überbrachte mir
mein Vater die Nachricht, mein Cousin hätte sich aus Liebeskummer erhängt.
Anstatt zu kämpfen, nahm ich mir meinen Cousin als Beispiel und wollte nicht
mehr leben, aber ein guter Freund verständigte zur rechten Zeit die Polizei.
Bis März diesen Jahres war ich in einer Depression, ich fühlte mich schmutzig,
dreckig und wollte nur eine letzte Konversation mit H. in der er mir erklären
sollte, warum all diese falschen Versprechungen und diese auf und ab. Mitte
März konnte ich endlich nach ewig langer Ignoranz mit ihm reden. Er kam zu mir
und ich stellte ihm all meine Fragen, sagte auch, daß ich mit ihm Lebensfreude
habe, mich wohlfühle mit ihm, mit ihm Hoffnung habe. Bezüglich des auf und ab
unserer "Beziehung", die nie eine war, sagte er, ich würde ihm
gefallen, aber er hätte eben keine Gefühle. Nach Ende der Konversation, sagte
ich ihm, wenn ich Zeit mit ihm verbringe, geht es mir gut und er ist immer bei
mir willkommen. Dann ging er. Ein paar Tage später klopft es früh an meiner
Tür. Er war es. Er meinte, er hätte erkannt, daß er mir sehr wehgetan hat und
er möchte mir helfen, langsam wieder ins Leben zurückzufinden, doch er möchte
nicht, daß ich mich an ihn gewöhne. Er war wieder so, wie ich ihn kennengelernt
hatte. Von nun an kam er öfter früh nach seiner Arbeit vorbei und wir
verbrachten sehr viel Zeit miteinander. Meine engsten Freunde meinten, er nutzt
mich nur aus, denn wenn er ein echter Freund ist, dann würde er nicht nur mit
mir schlafen. Diese offene Beziehung lief immer versteckt ab. Wenn wir uns im
Studentenwohnheim begegneten, dann taten wir immer so als ob wir uns
ignorieren, nur wenn wir allein waren, verstanden wir uns wie als Paar. Das tat
mir immer sehr weh, doch ich konnte nix verlangen, wir waren nicht zusammen. In
mir wußte ich, was ich mache ist falsch. Doch ich hatte immer Hoffnung, er
würde Gefühle entwickeln, wir würden doch noch ein Paar werden. Aber nein....
er kam immer nur wenn er wollte, wenn ich fragte, hatte er nie Zeit. Das gab
mir zu denken und im inneren sagte ich mir, ich muss aufhören. Doch die
Hoffnung und Gefühle waren immer stärker.
Vor kurzem zeigte er mir dann sein wahres Gesicht. Als er sich seit einer Woche
nicht meldete, rief ich ihn einfach mal an, er fehlte mir. Aber er war nicht
nett, begann sich aufzuregen und meinte, er will mich nicht sehen und mir nicht
sagen, wie es ihm geht. Ich hinterfragte und er begann sich aufzuregen,
beendete das Gespräch mit "Fick dich". Ich schwor mir, ich würde ihn
nicht mehr anrufen, doch später am Abend tat ich es doch, denn es tat mir weh,
von einer wichtigen Person beschimpft zu werden. Es war ein Fehler, denn es kam
noch schlimmer, er beschimpfte mich als "dreckige Schlampe, krank,
verrückt, blöd, fick dick, ich bin nur ein Stück Scheiße". Als ich anfing
zu weinen, sagte er "Jaja, zieh dein Spielchen durch." Ich legte auf
und war wie vor den Kopf gestoßen.
Seit er mich beschimpft hat, hab ich wieder all mein Selbstvertrauen, daß ich
teilweise ja durch ihn wiedererlangt hatte, verloren, ich igelte mich wieder
ein und hab all meine Motivation verloren, doch tief in meinem inneren weiß
ich, ich will nicht nocheinmal in einer Depression landen, kein zweites Mal.
Ich will stark sein, doch es ist verdammt schwierig. Durch unseren großen
Freundeskreis weiß ich, daß er in Tunesien ist. Es ist gut, so sehe ich ihn
nicht. Aber mir fehlt er trotzdem, auch wenn er mir ein zweites Mal so wehgetan
hat. Ich hab ihm vertraut, doch er hat nur gespielt. Ich frag mich, hat er kein
schlechtes Gewissen, und warum hänge ich an einer Person die mir so wehtut?
Ich kann langsam nicht mehr..... all meine Freunde verzweifeln auch langsam an
mir, zumal ich sie angelogen habe und meinte, ich sei seit meiner ersten
Depression nicht mehr mit ihm in Kontakt. Ich fühl mich schlecht und mache mir
Vorwürfe ein zweites Mal auf in reingefallen zu sein. Es ist mein Fehler und
damit muß ich wohl leben.....
Vielen Dank fürs Lesen!
Ich bin ganz neu in diesem Forum, doch wende ich mich an euch, da ich selbst
nicht mehr klar denken kann.
Seit einem Jahr war ich mehr oder weniger mit einem Tunesier (im folgenden H.)
in einer auf und ab Beziehung. Ich habe ihn letztes Jahr Sommer in Nizza
kennengelernt. Wir haben um selben Studentenwohnheim gewohnt. Als ich ihn
kennenlernte, war ich zu der Zeit noch in einer sechsjährigen Beziehung mit
meinem senegalesischen Ex-Freund. Aber irgendwie hatte diese Beziehung mehr
Alltag statt Lebensfreude angenommen und als ich H. traf, wandte sich alles.
Anfangs fand ich ihn total eingebildet und er hatte nicht mal ein schlechtes
Gewissen mich vor den Fotos meines damaligen Freundes anzumachen. Aber je mehr
Zeit wir miteinander verbrachten desto sympathischer wurde er mir. Ich war
total hin- und hergerissen. Doch mehr und mehr stellte ich fest, daß mir H.
mehr gab als mein Freund. Eines Abends geschah ein kleiner Vorfall im
Studentenwohnheim, der mich leider an ein schreckliches Erlebnis in meiner Jugendzeit
erinnerte. Ich war ziemlich zerstört. H. bekam dies mit und war total lieb, bot
mir an mit ihm zu reden, versprach mir mich zu beschützen, etc. Die Tage darauf
war er oft bei mir und wir schliefen zusammen ein, da ich oft in der Nacht
Angst hatte. Irgendwann wollte H. mehr, doch ich hatte Angst und er bat mich,
ihm zu erzählen. Ich hab noch nie, seit dem 17. Lebensjahr, mit jemanden über
mein Erlebnis geredet, ich wollte es für mich behalten, mein Leben lang, um
niemanden mit meinem Problem zu schaden. Jedenfalls redete ich, erzählte ihm
alles und er war sehr verständnisvoll. Meinte sogar, seine Cousine hätte dieselbe
Erfahrung gemacht. Ich war so froh, daß für ihn mein Geheimnis kein Hindernis
war. Die Tage vergingen und wir verbrachten unvergessliche Tage und Nächte
zusammen, jedoch waren wir nicht zusammen, denn er hatte keine großen Gefühle,
wie ich für ihn. Dann mußte ich zurück nach Deutschland und er nach Tunesien.
Wir haben die ganzen Ferien, bis wir uns wieder im September in Nizza wiedersahen,
Kontakt gehalten. Per Internet waren wir immer verbunden, um uns nahe zu sein.
Im September letzten Jahres war ich sehr froh, zu wissen, daß wir wieder
zusammen sein werden. Die ganzen Ferien hat er mir bezüglich des Problems
beiseite gestanden, mir Mut gemacht, mir versprochen immer für mich da zu sein,
ich könnte immer in seinen starken Armen einschlafen. Ich hatte zum ersten Mal
die Hoffnung, mit ihm vergessen zu können. Zur gleichen Zeit hatte ich meine
Thesis zu schreiben und auch da machte er mir immer wieder Mut, ich solle mich
auf meine Arbeit konzentrieren und später auf ihn, denn er fehlte mir
unheimlich. Ich sagte ihm immer und immer wieder, wie wichtig er für mich sein
und daß ich ihn sehr liebe. Er meinte, wir klären das im September in
Nizza.
Zurück in Nizza, holt er mich noch am Flughafen ab und wir verbringen eine
schöne Zeit und Nacht miteinander. Doch schon am zweiten Tag, begann er mich zu
ignorieren, redete nicht mehr mit mir und "flüchtete förmlich", um
nicht mit mir zu reden. Erst vier Tage später konnte ich mit ihm reden und er
meinte, er wolle keine Beziehung, hätte keine Gefühle, alle seine Versprechen
seien falsch und Lügen und er sei eine sehr gemeine Person. Ich war total verwirrt,
zumal hatte ich tagsdarauf meine Verteidigung und konnte mich gar nicht mehr
richtig konzentrieren. Er musste dann zu einem Handballspiel und kam erst ein
paar Tage später wieder zurück. Bei seiner Rückkehr bat ich nocheinmal mit ihm
zu reden. Es war schon nach Mitternacht, als ich zu ihm ging und anstatt zu
reden, war er wieder total lieb und wir verbrachten eine schöne Nacht zusammen.
Am nächsten Tag, holte er mich brutal in die Wirklichkeit zurück, indem er
meinte "Das war die letzte Nacht mit mir.". Ich war total geschockt
und auf einmal verfiel ich in einen Schockzustand. Ich fühlte mich beschmutzt,
benutzt und hatte auf einmal wieder die ganzen Erinnerungen meines Geheimnisses
in mir. Ich lag auf seinem Bett, unfähig mich zu bewegen und weinte mir die
Seele aus dem Leib. Er wußte nichts mit mir anzufangen und beschäftigte sich
mit seinem Computer. Irgendwann konnte ich in mein Zimmer gehen. Die Tage
vergingen, er redete nicht mehr mit mir und auf einer Studentenparty betrank
ich mich so dermaßen, das er mir überall die Freundschaft kündigte. Ich wollte
nur vergessen, die Sorgen, mein Geheimnis, einem Mann vertraut zu haben, alles
vergessen. So lief es den ganzen Winter. Ich verlor so den Boden unter den
Füßen, daß die für mich wichtigste Person nicht mehr anwesend war. Ich begann
zu rauchen (ich rauchte nie), zu trinken, ich konnte nachts wegen Albträumen
nicht mehr schlafen. Wenn ich ihn anrief und ihn bat mir zu helfen, ignorierte
er mich, redete nicht mit mir, machte einfach nichts. Eines Tages konnte ich
mit ihm reden, bat ihm mir zu helfen, wie er es versprochen hatte, bat ihm mich
nicht zu ignorieren. Ein paar Tage später war ich bei ihm und wir begannen
erneut etwas miteinander. Aber er meinte, wir müssen damit aufhören, denn er
hat eine Freundin, was aber nur eine Ausrede war, er hatte nie eine. Diese
ganze auf und ab, gab mir immer wieder Grund zu hoffen, doch ich war
anscheinend wirklich nichts für ihn. Es wurde immer schlimmer, seine
Abwesenheit, die Albträume, ich trank, rauchte, ging nicht mehr aus, gab meine
Freunde auf und irgendwann begann ich mir die Unterarme zu ritzen, um einen
anderen Schmerz zu spüren. Anfangs, als er es mitbekam, sorgte er sich noch um
mich, doch irgendwann meinte er "Wenn du soweiter machst, brauchst du mich
nicht mehr anzurufen." Ich verstand diese ganze kühle Reaktion nicht. Ich
fand keinen Ausweg mehr und machte immer so weiter bis Weihnachten.
Zwischenzeitlich betrank ich mich so stark, daß mich Freunde ins Krankenhaus
brachten. Weihnachten in Deutschland brachte mir auch keine Abwechslung, ich
war nur mit den Gedanken bei H. Im neuen Jahr zurück in Nizza, wollte ich mich
ändern, nicht mehr schwach sein. Doch ein paar Tage später, überbrachte mir
mein Vater die Nachricht, mein Cousin hätte sich aus Liebeskummer erhängt.
Anstatt zu kämpfen, nahm ich mir meinen Cousin als Beispiel und wollte nicht
mehr leben, aber ein guter Freund verständigte zur rechten Zeit die Polizei.
Bis März diesen Jahres war ich in einer Depression, ich fühlte mich schmutzig,
dreckig und wollte nur eine letzte Konversation mit H. in der er mir erklären
sollte, warum all diese falschen Versprechungen und diese auf und ab. Mitte
März konnte ich endlich nach ewig langer Ignoranz mit ihm reden. Er kam zu mir
und ich stellte ihm all meine Fragen, sagte auch, daß ich mit ihm Lebensfreude
habe, mich wohlfühle mit ihm, mit ihm Hoffnung habe. Bezüglich des auf und ab
unserer "Beziehung", die nie eine war, sagte er, ich würde ihm
gefallen, aber er hätte eben keine Gefühle. Nach Ende der Konversation, sagte
ich ihm, wenn ich Zeit mit ihm verbringe, geht es mir gut und er ist immer bei
mir willkommen. Dann ging er. Ein paar Tage später klopft es früh an meiner
Tür. Er war es. Er meinte, er hätte erkannt, daß er mir sehr wehgetan hat und
er möchte mir helfen, langsam wieder ins Leben zurückzufinden, doch er möchte
nicht, daß ich mich an ihn gewöhne. Er war wieder so, wie ich ihn kennengelernt
hatte. Von nun an kam er öfter früh nach seiner Arbeit vorbei und wir
verbrachten sehr viel Zeit miteinander. Meine engsten Freunde meinten, er nutzt
mich nur aus, denn wenn er ein echter Freund ist, dann würde er nicht nur mit
mir schlafen. Diese offene Beziehung lief immer versteckt ab. Wenn wir uns im
Studentenwohnheim begegneten, dann taten wir immer so als ob wir uns
ignorieren, nur wenn wir allein waren, verstanden wir uns wie als Paar. Das tat
mir immer sehr weh, doch ich konnte nix verlangen, wir waren nicht zusammen. In
mir wußte ich, was ich mache ist falsch. Doch ich hatte immer Hoffnung, er
würde Gefühle entwickeln, wir würden doch noch ein Paar werden. Aber nein....
er kam immer nur wenn er wollte, wenn ich fragte, hatte er nie Zeit. Das gab
mir zu denken und im inneren sagte ich mir, ich muss aufhören. Doch die
Hoffnung und Gefühle waren immer stärker.
Vor kurzem zeigte er mir dann sein wahres Gesicht. Als er sich seit einer Woche
nicht meldete, rief ich ihn einfach mal an, er fehlte mir. Aber er war nicht
nett, begann sich aufzuregen und meinte, er will mich nicht sehen und mir nicht
sagen, wie es ihm geht. Ich hinterfragte und er begann sich aufzuregen,
beendete das Gespräch mit "Fick dich". Ich schwor mir, ich würde ihn
nicht mehr anrufen, doch später am Abend tat ich es doch, denn es tat mir weh,
von einer wichtigen Person beschimpft zu werden. Es war ein Fehler, denn es kam
noch schlimmer, er beschimpfte mich als "dreckige Schlampe, krank,
verrückt, blöd, fick dick, ich bin nur ein Stück Scheiße". Als ich anfing
zu weinen, sagte er "Jaja, zieh dein Spielchen durch." Ich legte auf
und war wie vor den Kopf gestoßen.
Seit er mich beschimpft hat, hab ich wieder all mein Selbstvertrauen, daß ich
teilweise ja durch ihn wiedererlangt hatte, verloren, ich igelte mich wieder
ein und hab all meine Motivation verloren, doch tief in meinem inneren weiß
ich, ich will nicht nocheinmal in einer Depression landen, kein zweites Mal.
Ich will stark sein, doch es ist verdammt schwierig. Durch unseren großen
Freundeskreis weiß ich, daß er in Tunesien ist. Es ist gut, so sehe ich ihn
nicht. Aber mir fehlt er trotzdem, auch wenn er mir ein zweites Mal so wehgetan
hat. Ich hab ihm vertraut, doch er hat nur gespielt. Ich frag mich, hat er kein
schlechtes Gewissen, und warum hänge ich an einer Person die mir so wehtut?
Ich kann langsam nicht mehr..... all meine Freunde verzweifeln auch langsam an
mir, zumal ich sie angelogen habe und meinte, ich sei seit meiner ersten
Depression nicht mehr mit ihm in Kontakt. Ich fühl mich schlecht und mache mir
Vorwürfe ein zweites Mal auf in reingefallen zu sein. Es ist mein Fehler und
damit muß ich wohl leben.....
Vielen Dank fürs Lesen!
Hallo Janimouse,
Herzlich Willkommen bei uns im Forum.
Deine Geschichte hat mich ganz schön erschüttert.Ich denke, daß Dir hier niemand die Hilfe geben kann, die Du brauchst.Ich kann Dir nur Raten Dich in therapeuthische Hilfe zu begeben.Du hast sehr viele erfahrungen in Dir, die du nicht verarbeitet hast und es allein auch nicht schaffst.Eigentlich weißt Du, daß H. Dir weh tut, Dich demütigt und dennoch suchst Du immer wieder seine Nähe.Das bzw er ist gift für Dich und Dein Wohlbefinden.
Bitte such Dir Hilfe, damit Du alles verarbeiten kannst und eine Selbstbewusste Frau wirst.
Liebe Grüße
Herzlich Willkommen bei uns im Forum.
Deine Geschichte hat mich ganz schön erschüttert.Ich denke, daß Dir hier niemand die Hilfe geben kann, die Du brauchst.Ich kann Dir nur Raten Dich in therapeuthische Hilfe zu begeben.Du hast sehr viele erfahrungen in Dir, die du nicht verarbeitet hast und es allein auch nicht schaffst.Eigentlich weißt Du, daß H. Dir weh tut, Dich demütigt und dennoch suchst Du immer wieder seine Nähe.Das bzw er ist gift für Dich und Dein Wohlbefinden.
Bitte such Dir Hilfe, damit Du alles verarbeiten kannst und eine Selbstbewusste Frau wirst.
Liebe Grüße
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