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Montag, 13. Juni 2011, 18:52

Wir lieben uns und doch trennen wir uns...richtig?!

Hallo liebe Forum Mitglieder,

ich fühle mich gerade so unendlich hilflos und möchte Euch einfach mal mein Herz ausschütten und hoffe es können mir manche helfen.Ich versuche es so kurz wie es nur geht zu schreiben :huh: :

Wir haben uns auf der Arbeit 2008 kennengelernt, er ist 18 Jahre älter als ich, wir waren damals beide noch verheiratet und es kam eine turbulente Zeit auf uns zu, es war wie Liebe auf den ersten Blick...wir hatten sofort eine unglaubliche vertraute Situation zwischen uns.Ich trennte mich Anfang 2009 dann von meinem Mann, da wir ein halbes Jahr vorher auch schon mal getrennt waren.Er beichtet es dann auch seiner Frau und wollte es dass erste Mal beenden.Diese Situation hatten wir dann diverse Male...immer wieder zusammen ca. einen Monat dann ach nein wir müssen uns trennen...ich bin zu alt, es steht zuviel auf dem Spiel mit Mitte 50 kann man nicht noch mal neu anfangen u.s.w...natürlich sagte dass Herz immer etwas anders als der Verstand.Seine Frau resegnierte und wollte die Wahrheit nicht hören....ich muss noch dazu sagen wir hatten das erste Jahr keinen Sex haben viel geredet und uns stundenlang geküsst....aber irgendwie schaffte er den Absprung nicht.

Er begab sich in therapeutische Hilfe um zu sich zu finden, was ich auch heute denke, es half.Dann zog er im Juni 2010 zu Hause aus...wir hatten zwei sehr schöne Monate...im September dann seine Beichte"Er glaube mit seiner Frau hätte er mehr worauf er aufbauen könne und ich war traurig,wütend und enttäuscht.Wir hatten zwei Wochen keinen Kontakt...zum Glück hatte ich da Urlaub und musste auch beruflich mit ihm nicht zusammen kommen.

Dann im Oktober erklärte er mir, dass er sich nun ganz sicher sei ich wäre die richtige Frau für ihn und er möchte mir Leben...es folgte ein wunderschönes halbes Jahr, meine beiden Töchter akzeptierten ihn, wir feierten Weihnachten und Silvester zusammen alles wirklich super und ich dachte es wird.Nur wenn es darum ging Dinge zu planen, er mich mehr in sein Leben zu lassen alles das war immer ein wunder Punkt und mein Bauchgefühl sagte mir hier stimmt etwas nicht......aber ich wollte es wahrscheinlich nicht wahr haben.

Im April 2011 sagte er mir dann, er würde mich sehr lieben und er weiß ich bin sein absolutes Glück aber der Wunsch alleine zu Leben Abstand von uns und allem zu bekommen wäre zu groß und er könne nicht anders handeln.Freunde und Familie sagten mir, dass sie ihn irgendwie verstehen können...sie mit 17 Jahren kennengelernt,dann sofort zusammen..heiraten,Kinder über 25 Jahre Verheiratet immer heile Welt er der absolute Saubermann von dem keiner gedacht hätte, dass er ausbricht!Also dachte ich gut...gib ihm Zeit zum "Austoben"er versicherte mir, dass es ihm nicht um Frauen dabei geht und dass glaube ich ihm auch..ganz sicher!

Nun heute weiß ich es war wieder zu kurz...nämlich nach nicht ganz zwei Wochen waren wir Abends unterwegs und er schlief bei mir!Seit dem trafen wir uns wieder regelmässiger, wir telefonierten täglich und waren eigentlich wieder ein Paar...bis gestern!

Er war den ganzen Tag still und dann endlich nach tausend Mal fragen, sagte er mir, dass wir nicht zusammen ziehen können, da er nicht noch mal so viel Verantwortung übernehmen kann (meine zwei Mäuse und ich)und er mich trotzdem er mich liebt loslassen muss.Ich wäre eine wunderbare Frau und vermutet auch, dass er den größten Fehler seines Lebens tut und doch kann er nicht anders??!! Wir haben dann in den Armen gelegen und geweint....ich meine ich verstehe ihn ja aber man kann doch deshalb nicht einfach alles wegwerfen....

Nun aber ich brauche jetzt auch den Abstand, da ich nicht jeden Tag wie auf einem Pulverfass leben möchte....aber es tut so unglaublich weh und ich glaube es gibt nichts schlimmers als zu wissen man liebt sich und muss trotzdem loslassen :( und gerade macht meine jüngste Abendbrot und fragt mich ob er auch noch kommt.....sie haben ihn so gern gehabt, es bricht mir fast das Herz.....



Wie gesagt es ist nicht als wenn ich es nicht verstehen würde aber es tut soooooo weh und nun sehen wir uns auch noch beruflich die Woche so oft!

Er ist die Liebe meines Lebens und ich vermisse ihn schon jetzt so sehr...was kann man dagegen tun???

Am liebsten würde ich mich einbuddeln.....über ein paar aufbauende Worte wäre ich sehr dankbar!

GLG anle

Teufelchen

unregistriert

2

Montag, 13. Juni 2011, 20:52

Hallo Anle,

laß Dich mal ganz feste drücken.Ich kann mir gut vorstellen, daß Du total traurig bist.

Ich war einmal selbst in so einer Situation.Mein Mann und ich sind bis auf ein paar Monaten auch 18 Jahre auseinander und es begann damals mit einer Affäre.Total verunsichert.Er glaubte damals immer, daß das mit uns nie gut gehen könne.Ein paar mal zurück zu ihr, wieder zu mir u.s.w. bis ich merkte, daß ich daran kaputt gehe.Wir brachen für ein paar Jahre den Kontakt total ab.

Weißt Du Dein Freund hat Jahrzehnte mit seiner Frau verbracht.weiß wie sie tickt, wie sie denkt u.s.w.Kennt nichts anderes und dann kamst Du.Er ist denke ich mal voller Zweifel.Aber du darfst nicht zulassen, daß Du dabei untergehst.

Zwing dich dazu ihn ziehen zu lassen.Zieh einen strich unter euch und finde wieder zu Dir selbst.Laß nicht zu, daß sich diese Situation ständig wiederholt.Dafür mußt Du Dir selbst zu Wertvoll sein.seine Zweifel und ängste wirst Du ihn nicht nehmen können.Das muß er alleine tun.Denn das Du ihn liebst hast Du mehr als Deutlich gezeigt.

Fang an an dich zu denken!!!!Und an Deine Kinder

Liebe Grüße

Lotta33

unregistriert

3

Dienstag, 14. Juni 2011, 13:30

Hi anle!

Und damit ich nun auch meinen Senf dazu gebe: Ich und mein Partner wir sind knapp 19 Jahre auseinander und natürlich hatten wir auch so unsere Startprobleme. Erst wollten wir es gar nicht zulassen und irgendwie wollten wir die schöne Zeit dann auch nicht einfach so beiseite schieben, also sind wir zusammen geblieben. Aus einer heimlichen Affären wurde also eine Beziehung (seine Frau hat auch eine Beziehung ... leider ist sie schon 3 jahre lang in der Ehe fremdgegangen) ... tja aber bei uns gibts auch immer wieder so die Problemchen. Anfangs wegen seinen Kindern aber das scheint sich nun langsam einigermaßen zu regeln (ich bin Ende April in dieses Forum gerasselt, weil ich solchen Kummer hatte).
Solche Themen wie "zusammenziehen" sind auch bei uns immer ein heikles Thema! Er hat ein Haus und ich hab eins und so macht man sich schon fast immer zu viele Gedanken über ungelegte Eier. Und er ist auch immer so, dass er dann dauernd grübelt und nicht weiss was er machen soll.
Ich kann deinen Freund auch verstehen. Das ist so wie Teufelchen es schon gesagt hat, die beiden kannten sich eben von klein auf, waren 25 Jahre verheiratet und nun soll eben alles vorbei sein. Sie haben sich mal ne Zukunft zusammen ausgemalt und nun ist eben nichts davon übrig. Das ist verständlich, dass ihn das aus der Bahn wirft. Hier hilft auch nur viel drüber zu reden und in deinem Fall musst du ihn auch ziehen lassen.
Ich glaub solche beziehungen mit Altersunterschied, sind eben immer etwas schwieriger. Aber ihr könnt das packen und irgendwo ist er doch auch schon auf nem guten Weg, nämlich deswegen weil er doch immer wieder merkt, wie sehr du ihm fehlst. Er muss es nur irgendwann auch in sich festigen. Und dieser Punkt kommt irgendwann, nur nicht dann wenn du immer wieder gleich parat stehst. Er muss kapieren, dass dieses Auf und Ab dich kaputt macht.

Bei uns war es so, dass er nun 3 Wochen im "urlaub" war - er ging 3 Wochen durch Spanien, allein, den Jakobsweg und in der Zeit konnte er wohl auch viel nachdenken. Natürlich hab ich in dieser Zeit höllisch gelitten (2 zuvor hatte er mich um ne Auszeit gebeten weil er meinte mir zu wenig Zeit zu schenken, weil er sich immer zwischen mir und seinem Kindern, Haus etc. hin- und hergerissen fühlt) ... also hab ich ihn ziehen lassen. Und es war die Hölle. Für mich steht natürlich felsenfest, dass ich ihn liebe und mit ihm zusammensein will, weil es einfach anders ist mit ihm. Wir denken das gleiche und wissen ohne nachzufragen, was der andere denkt. Es ist was besonderes. Um so schwerer war es dann natürlich als er die Auszeit wollte, aber ich merkte eben auch dass es ohne so einen Abstand vielleicht nicht geht.
Und genau so war es. Nach diesen 3 Wochen kam er dann nachts noch zu mir und hat sich an mich gekuschelt, mir meine Halskette geschenkt und seit dem geht alles seinen gewohnten Gang und doch arbeiten wir uns Tag für Tag ein klein wenig weiter nach vorne. Seine Tochter, die immer Terror gemacht hat, hat sich seit dem bei mir vorgestellt und ich hatte auch über facebook Kontakt mit ihr (obwohl mir alle hier im Forum gesagt haben ich sollte es bleiben lassen ;-)) ... naja aber ich bin ein Gefühlsmensch und handle immer aus dem Bauch heraus). Tja und sonst ist es so, dass er eben jetzt doch öfter wieder daheim schläft in der ersten zeit um eben sein gewohntes Umfeld nicht komplett zu ändern.
Männer brauchen da einfach länger, hab ich das Gefühl ... er braucht einfach mehr Zeit dazu.
Aber ich komm damit klar. Es ist leichter ihm mehr Leine zu geben (obwohl ich nie mehr Zeit von ihm eingefordert habe) damit er merkt, er steht nicht unter Zwang. Aber das Gefühl das er mir Tag für Tag schenkt, das wiegt eben alles auf.

Sorry, das ich so viel von mir erzählt habe. Was ich eigentlich damit sagen will: Du solltest ihn mal gehen lassen und ihm auch mal ganz klar deine gefühlswelt schildern. Wie es dir geht, was du fühlst wenn er immer wieder geht. Ich glaub er sieht sich so in der Opferrolle und merkt gar nicht wie sehr er dir damit weh tut.
Ich musste meinem Schatz auch erklären wie sehr mein Vertrauen gelitten hat. ich hab ihm auch gesagt dass wenn er jetzt Reparaturen in meiner Wohnung macht, dass ich Angst habe er will nur alles erledigen bevor er wieder einen "Anfall" hat ... da war er sehr geschockt dass ich so denken kann. Aber er hat es auch verstanden und sieht nun auch manches aus meiner Sichtweise.
Er plant nun wieder Urlaub zusammen, denkt ein Jahr voraus "zusammen" ... sowas hat er vorher nicht so in der Art gemacht. Da war eher ich diejenige die das gemacht hat. Aber ich hab in den letzten Wochen auch wieder sehr viel über mich gelernt. Ich würde alles für ihn tun, aber man darf nicht vergessen das man sich selbst nicht aufgeben darf.

Er ist dein Gegenstück und du hast das Gefühl ohne ihn nicht zu funktionieren, aber tu dir selbst den Gefallen und werd dir selbst wieder am Wichtigsten. Plan deine Zeit ohne ihn und wenn er zurück kommt, dann mach es ihm nicht so einfach. Natürlich müss er nur mit den Fingern schnippen und er hat dich wieder, aber so darf es eben nicht sein.
Ihr habt beide was aufgegeben und das muss er auch mal verstehen. Er muss sich genauso auch mal in deine Lage versetzen können!

Ich wünsch dir viel Glück dass du das alles durchstehst. Es wird nicht einfach, aber wenn er derjenige ist, dann wird er wissen, wie er deine Wunden wieder heilen kann. Denn du sagst ja selbst, du willst nicht immer auf dem Pulverfass sitzen und drauf warten bis er wieder zweifelt. Irgendwann muss er das einfach ablegen. Manche brauchen Jahre dafür und andere brauchen vielleicht nur ein paar Monate. Aber man kann es schaffen! Ich persönlich will meinen Schatz jedenfalls nicht mehr hergeben, aber ich würd das auch nicht noch viel öfter durchstehen können und das weiß er auch!
Wie es weitergeht, wissen wir selbst nicht, es bleibt nur einfach die Liebe als Basis und da haben wir ein sehr gutes Fundament.

Kopf hoch!

LG
Lotta

4

Donnerstag, 16. Juni 2011, 16:18

Liebes Teufelchen, liebe Lotta,

gaaaanz lieben Dank für Eure netten Worte...die haben mir viel geholfen.

Ja ich muss ihn jetzt einfach frei lassen und hoffen, dass er es für sich alles wirklich verarbeitet....ich liebe ihn nämlich wirklich ganz doll.

Ich habe verstanden, dass alles andere immer wieder darauf zurück läuft...wir drehen uns im Kreis und kommen so immer wieder an den Punkt an dem wir jetzt sind.Wenn wir eine Zukunft haben dann nur, wenn er mit sich im Reinen ist und sich verziehen hat!!!

Ganz lieben Dank noch mal....

anle

Lotta33

unregistriert

5

Montag, 20. Juni 2011, 20:03

Nix zu danken. :)
Ist mir ja irgendwie genauso ergangen wie dir und so kann man da alles verstehen und leidet schon irgendwie mit.
Halt uns doch auf dem Laufenden, wie es so weiter geht!

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