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Freitag, 19. November 2010, 01:44

EX-Freund als Freund. Problem?

Hallo miteinander!

Ich versuche es kurz zu halten.
Meine Freundin und ich (beide steuern auf die 30er zu) sind seit einem Jahr ein unzertrennliches Paar. Wir sehen uns so imgrunde jeden Tag, unternehmen hier und da etwas, kochen zusammen, lesen uns Bücher vor, lachen sehr viel zusammen, sind unbeschreiblich stark verliebt. WIr haben auch vor zusammenzuziehen, zu heiraten, eine Familie zugründen und den Rest unseres Lebens als "wir" verbringen.
Nur habe >ich< da ein Problem.
Sie pflegt einen sehr engen Kontakt zu einem Ex-Freund, mit dem sie viele Jahre zusammen war, der allerdings auch einige hundert Kilometer entfenrt von "uns" wohnt und zu einem "Freund", mit dem sie mal einige Monate etwas hatte, der aber ein ausgesprochen toller "Freund" ist, wie sie sagen würde.
Also, ich bin ganz ehrlich. ICH habe das Problem, dass sie mit den beiden Männern noch Kontakt hat. Egal ob treffen, telefonieren, sms, email etc.
Ich kann mir vorstellen, dass mir meine Eifersucht mit in die Wiege gelegt wurde (vom Vater), bzw. die war schon in den Genen. Aber auch eine schwierige Kindheit mit sich stetig von einander entfernenden Elternteilen (inkl. heftigem Scheidungskrieg) nagen seit jeher an meinem Herzen, meinem Verständnis und meiner Auffassung von Liebe und Partnerschaft.
Ich bin, wenn es um andere Männer geht, kaum eifersüchtig. Sicher, wenn Jemand meiner Herzensdame einen unpassenden Spruch drücken würde, sie gar zu penetrant anstieren oder sie gar unpässlich berühren würde, dann gehts bei mir aber auch los!
Aber sonst.... Nein. Es sind überall Männer, wie Frauen, also Menschen unterwegs. Ich könnte doch auch nicht auf die ganze Menschheit eifersüchtig sein?!
Bei ihren Ex-Freunden bin ich es aber. Zutiefst!
Dazu kommen noch zwei Dinge. Ihr ist da mal was passiert, als sie mit ihrem langjährigen Ex-Freund zusammen war, was sicher bei so gut wie jedem Menschen nur Trennung hervorrufen würde und bei dem Anderen war es so, dass er sie einmal nicht ganz so zärtlich behandelt hatte.
Tja. Diese Dinge tragen sicher nur latent dazu bei, dass ich Probleme damit habe, dass sie noch Kontakt zu denen hat.
Ich muss auch sagen, ganz geheuer ist mir das auch nicht, dass ihr da mal "was" passiert ist, als sie mit ihrem Ex-Freund zusammen war.

Also, mein Problem ist die Eifersucht auf die vorigen Geschlechtsverkehr-Partner.
Sie auf der anderen Seite sagt von sich selbst, dass sie die eifersüchtigste Person der Welt sei. Ganz so sehe ich das nicht, hab es aber schon einige male miterlebt, wie sie drauf ist, wenn ihre Eifersucht anklopft.
Sie hat mir jedenfalls passiv den Kontakt zu einer "Freundin" verboten, weil sie Jene nicht ausstehen kann. Also passiv, weil sie es nicht ausgesprochen hat, dass ich nichts mit ihr zutun haben sollte, da es ihr damit schlecht ergeht.
Ich find sowas zwar auch schwierig in gewisser weise, werde und würde immer zu meiner Partnerin stehen. Also hab ich seitdem keinen Kontakt mehr zu dieser Freundin. Also Freundin heißt Freundin. Nicht EX-Freundin oder ehemalige GV-Partnerin. Da war nie was und wird auch nie was sein!
Ich kann ihr den Kontakt zu ihren Ex-Freunden nicht verbieten, weil ich mir dabei sehr dämlich vorkomme. Jedoch würde ich es angenehmer und entspannter empfinden, wenn sie diese Kontakte nicht hätte.
Wir haben darüber schon Tage und Nächte geredet, diskutiert, gestritten und uns ein- zweimal beinahe getrennt deswegen.
Trennung kommt aber für uns beide nicht infrage, weil die Liebe eben so unsagbar groß ist!
ich weiß aber auch, dass ich es mit der fortwährenden Situation nicht aushalte!!!
Keine Ahnung was ich machen würde. Gewalt denen gegenüber o.ä. liegt mir fern und halte ich in jeder Form für kindisch und unreif.
Sie mag ich nicht verlieren. Aber ich kann sie nur als dreierpäckchen haben, was ich aber auf gar keinen Fall aushalte!
Ich bin mir sicher das Fehlverhalten liegt bei mir. Nicht nur weil ich schon dutzende Webblogs über dieses Thema gelesen habe und zum großteil immer die Eifersüchtigen als das Problem hingestellt werden...


Ich würde nur gern von Euch wissen, welche Erfahrungen ihr mit so einem Thema gemacht habt?
Was es für Pros und Contras gibt?
Was ich tun könnte?
Ob ich überhaupt was unternehmen kann?
...und eben Ratschläge wären toll. Meine Verzweiflung ist nämlich bald aufgebraucht... ;(

Engelchen;-)

unregistriert

2

Freitag, 19. November 2010, 08:05

Guten Morgen,
ich seh das Fehlverhalten nicht unbedingt bei dir. Damit ich dir dazu was sagen kann, interessiert mich, was 'sehr engen Kontakt pflegen' konkret heißt... ?
Und wenn ihr darüber geredet habt, WIE lief das ab und was hast Du zu ihr gesagt?
Grüssle

3

Freitag, 19. November 2010, 20:45

Guten Abend Engelchen!

Also mit engeren Kontakt meine ich keine körperlich-intimen angelegenheiten. Da wäre ohnehin schon der Vorhang gefallen.
Sie hatte, wie gesagt eine, bis vor einigen Jahren, jahrelange Beziehung. Haben ja Einige mal... Das ist auch nichts, was mich stört.
Es ist einfach so, dass die beiden beinahe täglich telefonieren, chatten und sich emails schreiben. Wenn er auch hier bei mir im Ort wohnen würde, würden sie sich mit Sicherheit auch sehr oft sehen. Ich habe ihn bisher noch nicht kennengelernt und kenne nur einige Geschichten von ihm, bzw. von der Zeit als die beiden noch ein Paar waren. Ich habe keines wegs etwas gegen ihn, er macht sogar einen sehr netten und menschlichen Eindruck auf mich, laut den Erählungen zufolge.
Sie erzählt auch hin und wieder über/ von ihm, allerdings bin ich nicht interessiert das zu wissen. Sie weiß das auch und nimmt eigentlich sehr oft Rücksicht darauf. Trotzdem hat dieser Eine einen besonderen Platz in ihrem Herzen. Ist ja auch ok, aber wozu der Kontakt, wenn etwas ohnehin vorbei ist? Ich mag dieses freundschaftliche nach einer gescheiterten Beziehung einfach nicht. Nichtzuletzt aus Rücksicht vor einem selber, sondern viilmehr aus Rücksicht zum neuen Partner. Es sind eben in verschiedenster Form Gefühle und Emotionen im Spiel, die für einige Menschen verletzend sein können. Daher hab ich gar keinen Kontakt zu Ex-Freundinnen.
Der Andere wohnt hier in der selben Ortschaft wie sie und ich. Den sieht sich wirklich nicht oft. Vielleicht zwei-, dreimal im Monat. Mit ihm hat sie auch nicht jeden Tag Kontakt. Naja. Dieser Zweite jedoch hatte sie eben mal sehr grob behandelnd. Sicher ist es vor meiner Zeit gewesen, aber bei sowas gehen bei mir sofort die Alarmglocken an. Egal, ob sich Menschen ändern oder nicht.

Wir haben darüber schon sehr oft gesprochen. Anfänglich kamen bei uns beiden die Emotionen hoch und jeder stand auf seinem Posten und konnte (wollte?) die andere Position/Meinung/Empfinden nicht verstehen und annehmen. Es wurde zu einer Zeit des ständigen Streits (einige Wochen). Mehr oder minder habe ich mich mit ihrer Einstellung dazu abgefunden und versuche damit zurechtzukommen.
Doch hin und wieder überkommen bei mir dann auch die Emotionen und ich fühle mich unwohl, schlecht, verängstigt bis hin zu sehr verzweifelt und alleingelassen.
Ich habe ihr mehrfach gesagt, dass ich sie verstehen kann, dass er ihr auf gewisse Art und Weise wichtig ist, da er mit ihr die lange Zeit des Heranwachsens (zum Erwachsenen hin) geteilt hatte usw. Sie bezeichnet ihn heute als sehr, sehr Freund und sieht es nicht so, dass sie mal ein Paar waren, bzw. für sie ist dies keine gegebene Sache.
Ich sehe das anders.
Ich habe zu ihrem Schutz keinen Kontakt zu meiner langjährigen Ex-Freundin, da ich denke und schon weiss, dass sie auf die Art und Weise, wie wir zueinander sind (waren) nicht zurechtkommen würde. Sie sagt von sich ja selber, dass sie extrem stark eifersüchtig ist.
Ich bin ja auch gegen die Masche, dass man Gleiches mit Gleichem balancieren sollte, nur hält sie an dieser "Freundschaft" fest und nimmt meine Schmerzen inkauf.
Mehrfach meinte ich zu ihr, dass ich es aufgrund meiner Vergangenheit (Scheidung der Eltern als ich klein war, frühere Freundin von mir ist mehrfach fremdgegangen) nicht auf die Reihe bekomme, dass sie sich mit ihm Kontakt hält.
Geschweige denn, würd ich tot umfallen, wenn er bei unserer Trauung dabei wäre, was sie unbedingt möchte.
Sie pocht auf die menschliche Seite und dass sie viel mit ihm auf menschliche Weise teilt und bei mir sind es emotionalen Aspekte.
Schlussendlich enden die Gespräche immer so, dass keiner mehr was sagen kann, da man die winzigste Kleinigkeit bereits mehrfach auseinander gepflückt hat und am Ende jeder bei seinem Standpunkt stehenbeleibt.
Wir sind dann nicht sauer aufeinander, eher nur traurig, dass man sich da nicht einigen kann. Einigen klingt für mich aber auch nach Kompromiss, also wird sie eh weiterhin Kontakt zu ihm pflegen und ich hab meine Emo-Herz-Schmerzen weiterhin.

Ja, so sieht es grad aus.
Dank Dir schon mal für deinen Kommentar!
Gruss

Engelchen;-)

unregistriert

4

Freitag, 19. November 2010, 21:22

Hallo Stachelbär,

okay, weisst was....

ich kann dich verstehen.

Deine Freundin misst offensichtlich mit zweierlei Maß. Und sie verlangt ein bisschen zuviel Menschlichkeit und Toleranz für mein Verständnis. Wo bleibt ihre Menschlichkeit für dich. Ihr habt da so eine typische Schräglage und ich finde auch, dass der Kontakt zum Ex in der Form nicht in eine Beziehung gehört, wo Du dich dann im Ergebnis so ausgegrenzt fühlst. Wenn es so ist wie du schreibst, dann fährt die ihren Stiefel al`a: "Friss oder Stirb".

Dazu kommt, dass du ihn noch nicht mal kennst. Wenn die Liebe doch ach so gross ist, dann solltest du der wichtigste Mensch für sie sein und ja in eine Beziehung gehören Kompromisse.

Ich kann dir nur raten, nicht klein bei zu geben, still zu leiden sondern deine Gefühle zum Ausdruck zu bringen und notfalls Taten sprechen lassen. Sonst hat das alles keinen Sinn.

Es geht nicht nur um ihn, sondern die Botschaft zwischen den Zeilen...................

5

Freitag, 26. November 2010, 00:21

Hey Engelchen!

Danke für deine mitfühlenden Worte.
War grad einige Tage sehr damit beschäftigt, die Beziehung zu genießen, die "Sache" mit ihren Ex-Freunden hin und wieder (war nur 1,2 mal) zu schlucken und weiterhin mit ihr glücklich zu sein.
Und. Ja, und ich kann deine Sichtweise/ Argumentation absolut nachvollziehen, da ich ich genause denke und es empfinde.
Sie allerdings hat hält ihren Kurs bei und sieht die Dinge eben auf ihre Weise. Ergo: "Friss oder stirb" klingt mir (reines Empfinden meinerseits!) zwar zu radikal, nur wenn ich wirklich in mich gehe und die Sache rational betrachte, dann trifft deine Aussage erbarmungslos zu.
Mich stimmt das nicht nur traurig, sondern ich weiß dann in jenen Momenten einfach nicht wohin mit uns UND mit mir.
Ich muss auch sagen, dass ich eben in den vergangenen Monaten dem auch wirklich Parolie geboten habe, also eben nicht nur weinerlich und verletzt zusein, sondern eben ihr es auf der einen Seite mit Kopf und meinem eigenen Verstand versucht habe immer wieder vor Augen zu halten, und des weiteren, habe ich ihr unendlich viele male nahegetragen, dass es mich in meinen Gefühlen komplett aufwirbelt, um nicht zu sagen, mich zerbröckeln lässt.
Ihr Argument dazu: "Wir müssen endlich eine Lösung finden!". Was eben bedeutet, dass ich mich auf langfristige Weise eh mit ihrem Kontakt zu "den Jungs" abfinden muss und ich mich in meiner Einstellung und möglicherweiser, womöglich gezwungener Maßen, in meinen Gefühlen ändern muss. Ich kann es mir nur so erklären. Und es schmerzt!!
Und zweierlei Maß... Tja, ich weiss nicht genau wie ich das sehen/ verstehen soll. Ich meine, wie du auch sagtest, sollte ich doch, gerade bei der enormen Intensität unserer Gefühle, DER MANN an ihrer Seite sein und trotzdem gibt es da eben "die anderen".
Und ich möchte so ehrlich sein, wie es nur geht: Ich möchte die ehemaligen "Verehrer" auch überhaupt nicht kennen lernen!
Mich kränkt es zu sehr.
Die Botschaft zwischen ihren Zeilen habe ich bereits aufgenommen. Ja, leider scheint es ein "Friss oder Stirb" zu sein. Und meine Botschaften zwischen den Zeilen werden eben nicht akzeptiert, bzw. völlig als falsch, lächerlich oder nicht verwertbar von ihr angesehen.
Jüngst, vor zwei Tagen haben wir uns 2,3 Mails hin und her geschrieben, was von mir aus ging. Seitenlange erklärungen war meine letzte Nachricht lang. Und? Sie meinte ganz beiläufig zu mir, dass ja 90% von dem, was ich ihr geschrieben habe, völliger Quatsch sei.
Wie soll man(n) sich bei einer solchen Reaktion auf ein "Herzausschütten" verhalten??
Wir hatten heute auch eine Sache. Streit. Thema ist das selbe. Inhaltlich sind andere Dinge dazu gekommen, die ich grad nicht näher beschreiben mag. Also unsere Stimmung ist die Tage erneut unterm Keller...

Ich frage mich, welche Taten ich eben noch oder überhaupt sprechen lassen kann/ darf?!!? Ich will sie auch nicht verlieren!
Ein Dilemma ist das alles!!

6

Sonntag, 28. November 2010, 10:18

Hallo Stachelbär!
Ich versuche mich kurz zu halten. Erstmal ein kleiner Denkanstoß: Deine Freundin hat Kontakt zu den 2 Exfeunden, das passt dir nicht und du hast es ihr auch schon gesagt. Du hast eine gute Nicht-Exfreundin und brichst den Kontakt ab, weil deiner Freundin das offensichtlich nicht recht ist, obwohl sie nichts erwähnt hat. Warum machst du das? Hast du kein Recht auf Freunde? Das denke ich nicht! Im Gegenzug aber, möchtest du deiner Freundin auch das Recht auf Freunde absprechen, weil du deine ja quasi auch schon geopfert hast. Ich hoffe ich habe mich diesbezüglich verständlich ausgedrückt :S
Zum zweiten habe ich beispielsweise auch noch sehr "engen" Kontakt zu meinem Exfreund. Er wohnt weiter entfernt und wir telefonieren/ mailen/ chatten auch sehr oft. Er ist aber nur ein guter Freund, mehr nicht. Ich denke, es kommt immer darauf an, wie eine Beziehung war und wie/warum man sich getrennt hat. Zu anderen Exfreunden habe ich auch keinen Kontakt mehr, da entstand keine richtige Freundschaft daraus. Es ist jedenfalls kein Einzelfall, dass deine Freundin Kontakt zum Ex hat. "Was" ihr passiert ist mit ihm, das weiß nur sie selbst, vielleicht braucht sie den Kontakt auch, um das "was" zu überwinden oder sie verdrängt es, darüber kann ich mir kein Urteil bilden.
Manche Frauen haben eben statt einer besten Freundin einen besten Freund, und wer käme da besser in Betracht als der Ex? Ich denke nicht, dass sie mit ihm über euch spricht, das würde den Ex sicher auch nicht interessieren.
Noch ein kleiner Denkanstoß zuletzt: In wessen Armen liegt sie denn? Wen küsst sie? Wer ist real mit ihr zusammen? Doch du! Also zweifel nicht so viel. Sei ein Mann und pflege deine eigenen Freundschaften so wie sie das tut, sonst wirst du zum Weichei, der ihr alles recht macht. :thumbup:

Engelchen;-)

unregistriert

7

Sonntag, 28. November 2010, 13:37

Hallo Stachelbär,

solche Dinge per email zu klären bringt fast nix bis gar nix..

Sie tut Dinge, die sie Dir niemals zugestehen würde. Sie misst mit zweierlei Maß und das funktioniert nicht. Du bist in dieser Beziehung zum "Opfer" geworden, es besteht keinerlei Augenhöhe.

Ich finde nicht verwerflich, Kontakt zum Ex zu haben, wenn man sich menschlich einfach noch gut versteht. Keine Frage, nur übersteigt meiner Meinung nach deine Freundin das Maß. Und verwerflich wird es für mich dann, wenn der Partner (Du) seine Ängste und Sorgen, Gefühl des Unwohlseins mitteilt und diese übergangen und ignoriert werden. Noch verwerflicher wird es, wenn sie das im Umkehrschluss niemals dulden würde.

Ich weiss nicht, ob mein Ratschlag jetzt gut ist FÜR DICH.

Ich sehe wie Du dich quälst und ich kann Dir nur sagen wie ich handeln würde...

Ganz oder gar nicht. Entweder mein Gegenüber ist in der Lage sich in mich hineinzuversetzen, sprich besitzt Emphatie und emotionale Intelligenz oder ich bin weg. Das was Du Dir da gibst, würde ich mir nicht geben. Es ist in meinen Augen kompromisslos und egoistisch. Mit zwischen den Zeilen lesen meinte ich, dass mich sowas immer aufhorchen lassen würde in einer Partnerschaft. Das würde die Qualität der Beziehung für mich sehr mindern, ich würde mich fragen, was wäre wenn..... schwierigere Situationen kommen... wie steht mein Partner dann zu mir..

Du willst sie nicht verlieren. Verstehe ich.
Nur, wenn Du so weiter machst, verlierst Du so langsam aber sicher Dich...

Ich wünsch Dir einen schönen 1. Advent

8

Montag, 29. November 2010, 18:15

Hello again!

@LUNAR

Das mit der "guten" "Nicht-Ex-Freundin" war eben so eine Sache. Sie war einerseits eine Arbeitskollegin, mit der ich mich wirklich gut verstanden haeb, zum anderen war sie keine (so) gute Freundin. Ich kam sehr gut ihr aus und andersherum. Sie ist eine Frau der etwas anderen Art. Sprich Humor, Charme und all dieses sich im Tun, Handeln und Denken widerspielgelnde, ist schon sehr differenziert, wie meine Freundin und ich eben sind. Aber wie gesagt, ich kam gut mit ihr aus, wir hatten Spaß bei der Arbeit, haben gelacht und uns nur 1,2 mal zum Kaffeetrinken getroffen.
Wenn mir ihr Getue auf die Nerven ging, hab ichs ihr klargemacht und dann war es gut bei uns beiden. Sprich: Grenzen setzen/zeigen. Hat gut funktioniert.
Meine Freundin allerdings hat sich anfänglich auch ganz wohl mit ihr gefühlt. Es ging aber innerhalb kürzester Zeit sehr in die entgegengesetzte Richtung, bis hin zu Hasstiraden und weiblich/mädchen- bzw. frauenhaftes Eschoffieren gegeneinander.
Ich wollte einfach nur, dass ich in erster Linie mit meiner Freundin im Reinen bin und sie sich keine Sorgen um mich machen muss, danach ging es mir darum, mit der Arbeitskollegin weiterhin gut auszukommen.
Es spitzte sich jedoch schnell so zu, als dass meine Freundin nur noch über die Arbeitskollegin "gemeckert" hat und sie mir Scherze mit sehr, sehr übelnahm. Sie war ihr gegenüber auch sehr eifersüchtig, weil jene eben meiner Freundin mal anzügliche Bemerkungen ihr gegenüber wegen mir gemacht hatte. Ich finde, auch wenn ich in der Unterhaltung das "Objekt" war, kann sie doch nicht von mir verlangen, dass ich diese AK zurede stelle und klarschiffmache!? Da kommt bei mir einfach das Vertrauen ins Spiel. Sie muss mir einfach glauben, dass sie die Einzige ist und sein soll! Das nahm sie mir auch ab, hatte aber ein leichtes Theater gemacht, wenn ich mit der AK gearbeitet hatte und wir hier und da lachten, bzw. wenn ich mit ihr telefoniert habe.
Es gab eben immer mal Streit/Diskussion um dieses Thema und im Affekt, aber eben vielmehr aus der Sache heraus, um ihr zuzeigen, wie viel sie mir bedeutet, habe ich seit dem keinen Kontakt mehr zu der Arbeitskollegin. Sehe sie auch nicht mehr o.ä.
Ergo: Sie hat es wörtlich nicht erwähnt, dass ich keinen Kontakt mehr zu ihr haben sollte, mich in gewisser Weise jedoch dazu gebracht, um ihr meine Zugehörigkeit zuzeigen. Und ich jedenfalls, habe überhaupt kein Problem damit, ihr das so zu zeigen!! Ich weiss, zumindest denke ich zu wissen, wo ich hingehör. Und das wird immer meine Partnerin sein!!
Ich möchte keine Nullrechnung haben, indem sie jetzt auch aufgrund meines Handelns, ihre Ex-Freunde als Freunde "kickt". Nein. Alles was ich verlange ist eine gewisse Weise von Empathie, die sie sich zwar auf ihre Fahne schreibt, jedoch ich wenig davon mitbekomme.
Wie jeder andere, selbst meine Geschwister und Freunde, mit ihren Ex-Freunden kontakthalten ist nicht mein Ding. Ich bin eben ich selbst und niemand anderes. Auch wenn ich von vielen weiss, dass es immer wieder gut funktioniert, jedoch, wäre dann ich nicht ich, ganz bestimmt, wie sie eventuell nicht sie wäre, wenn sie eben diese Kontakte nicht mehr hätte.
Naja und "Weichei"... Solche Anmerkungen (!) hatte sie mir bereits gegenüber geäußert. Ich weiss auch nicht weshalb ich mir das überhaupt noch antue...?


@ENGELCHEN

Mir ist die Brisanz dieser Sache klar- es ist eben enorm schwierig, soetwas überhaupt mit jemand Aussenstehenden zu klären.
Das sie mir Dinge antut weiss ich. Dass ich mir diese Dinge antun lasse, weiss ich auch.
Das Emotionale ist leider eben nicht wirklich erklärbar, da es in seinen winzigen Einzelheiten, aus das es besteht, viel zu facettenreich ist, als dass man irgendeine Rezeptur dafür/ dagegen sich brauen könnte.
Naja. Die Opferrolle klingt für mich sehr hart und teilweise auch zu überspitzt, dennoch habe ich mich dort vor einiger Zeit einfach festgeschnallt, denke ich, obwohl dann und wann immer wieder über die ganze Thematik gesprochen wird.
Dass sie sich mit ihren Ex-Freunden noch gut versteht, auch dass die ganz bestimmt sehr liebe Menschen sind, steht bei mir nicht als Frage oder großes Wunder an. Ich weiss einfach von ihr, dass sie eben mit sehr wenigen Menschen "kann" in ihrer Welt/ Leben. Und die beiden sind da eben Bestandteil drin, was ich ihr in keinster Weise nehmen mag/ kann/ will/ werde!
Meine Ängste, Sorgen und auch mein Leid aufgrund dieser Kontakte kennt sie zu genüge und bleibt bei ihrem Standpunkt fest wie ein Felsen, dass "wir" eine "Lösung" finden müssen. Wie eine solche "Lösung" in etwa aussehen mag, kann ich mir an einem Finger abzählen und behalte dann eben weiterhin meine Ängste. Nervend ist das!!
Sie meinte auch einige Male, dass sie überhaupt kein Problem damit hätte, wenn ich mit meiner Ex-Freundin Kontakt hätte. Ich habe ihr jedoch daraufhin weis gemacht, dass sie, mit ihrer astronomischen Angst mich zu verlieren und ihrer exorbitanten Eifersucht, im Dreieck springen würde, wenn sie mich mit meiner Ex-Freundin auch nur telefonieren hören würde. Nicht aufgrund inhaltlicher Dinge, sondern aufgrund unseres "Zusammenspiels", unserer Art und Weise miteinander zu sein. Das jedoch, habe ich damals, noch bevor ich meine jetzige Freundin kennengelernt habe, bereits aufgegeben, aufgrund genau solcher möglichen Geschehnisse. Das habe ich ihr auch schon gesagt und sie reagiert darauf kaum, was ich dann eben auch nicht deuten kann, es auch schon gar nicht mehr deuten will, weil dieses Thema bei uns zum "Existenzverstümmler" geworden ist.
"Ganz oder gar nicht" sehe ich genauso, jedoch sind da eben diese enorm starken Gefühle und Liebe ihr gegenüber, die sie mich auch jeden Tag spühren lässt... Sie ist auch sehr empathisch. Für meine Begriffe dann eben nicht empathisch genug. Gerade in schwierigen Situationen hält sie am Scheidpunkt immer an uns fest und ihre Angst mich/ uns zu verlieren holt sie ein. Ich kann immer wieder eine derart noch nie spührende Größe in Sachen Liebe, Zugehörigkeit und Vertrauen spühren, dass ich mir auch sicher bin, dass sie "mein Topfdeckel" ist!
Nur ist da eben auch dieses andauernde Aufhorchen von uns beiden, bei mir eben wegen den Ex-Freunden und bei ihr eben schon bei jeder Frau, die mich länger als 1 Sekunde ansieht, beziehungsweise mit mir spricht. Ich komme auch wirklich verblüffend gut mit ihrer Eifersucht zurecht, die bestimmt andere Männer zur Flucht verhelfen würde. Wer weiss!?
Aber eben, genau was du meintest, habe ich auch sehr große Angst, mich selbst zuverlieren/ aufzugeben!!
Ein bisschen davon kann eventuell nicht schaden, je nach Grad und Maß, nur glaube ich fest daran, dass, wenn man sich zu weit von sich selbst entfernt, wird einem das im Laufe der Zeit auf jeden Fall wieder einholen und man schaut buschtäblich doof aus der Wäsche.

So einen leicht doofen Blick hab ich jedenfalls schon und ich fühl mich nicht richtig wohl dabei.
Ich danke euch vielmals für eure Zeilen, Anregungen, Tipps, gedankliche Aufstellungen...
Mal sehen, wo ich mich noch selbst und unselbst hinführe(n lasse).

Euch auch schöne Adventstage.

stachelbär

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